Letztes Update am Sa, 07.07.2018 13:34

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mogadischu

Doppelanschlag auf Innen- und Sicherheitsministerium in Somalia

Das Areal wurde abgeriegelt. Wie viele Menschen bei dem Angriff umkamen, war zunächst unklar.

© ReutersIn Mogadischu kommt es immer wieder zu Anschlägen. Hier die Szene nach einem Anschlag im Juli 2018.



Mogadischu – Zwei Attentäter haben sich am Samstag im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu mit Autobomben in die Luft gesprengt. Der Angriff galt nach Polizeiangaben dem Innen- und Sicherheitsministerium. Einer der Angreifer habe mit seinem Fahrzeug den Zugang zum Gelände des Ministeriums gerammt, sagte Polizeisprecher Ahmed Bashane. Ein weiterer Attentäter habe seine Autobombe an einem Kontrollpunkt außerhalb des Areals gezündet, das sich in der Nähe des Parlaments befindet.

„Danach waren weitere Explosionen aus dem Inneren des Gebäudes zu hören“, sagte Polizeisprecher Ali Hassan. Vor dem Gebäude hätten sich vier bis fünf mit Panzerfäusten und Maschinengewehren bewaffnete Männer Gefechte mit den Sicherheitskräften geliefert. Das Areal wurde abgeriegelt. Wie viele Menschen bei dem Angriff umkamen, war zunächst unklar. Ein Augenzeuge sprach von mindestens drei zivilen Todesopfern und mehreren Verletzten außerhalb des Gebäudes.

Kämpfer der mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierten den Angriff über den Radiosender Andalus für sich. Die Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Bei Anschlägen und Angriffen haben sie bislang Tausende Menschen getötet. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab. (dpa)