Letztes Update am Mo, 30.07.2018 12:02

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Terrormiliz IS

Menschenrechtler: IS entführt 36 Frauen und Kinder in Syrien

Bei dem Angriff in der Stadt Al-Suwaida, in der überwiegend die Minderheit der Drusen lebt, starben 300 Menschen. Danach verschleppten die Terroristen Frauen und Kinder.

© Reuters(Archivfoto)



Damaskus – Die Terrormiliz IS (Daesh) hat nach Angaben von Menschenrechtlern im Süden Syriens mindestens 36 Frauen und Kinder entführt. Die Zivilisten seien bei dem schweren Angriff der Dschihadisten am vergangenen Mittwoch auf die Stadt Al-Suwaida verschleppt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Vier Leute hätten danach entfliehen können, zwei weitere seien gestorben. Den Menschenrechtlern zufolge befinden sich noch immer 30 Menschen – 16 Frauen und 14 Kinder – in den Händen des Islamischen Staates.

Bei dem Angriff am Mittwoch waren etwa 300 Menschen getötet worden. Mindestens sieben Extremisten hätten sich dabei selbst in die Luft gesprengt. Im Internet verbreitete der IS danach Bilder, auf denen gefangene syrische Soldaten getötet werden. Die Echtheit der Aufnahmen ließ sich zunächst nicht überprüfen. In der Region lebt vor allem die Religionsgemeinschaft der Drusen, die aus dem schiitischen Islam hervorgegangen sind und die der sunnitische IS als Ungläubige ansieht. (dpa)