Letztes Update am Sa, 10.11.2018 13:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Afrika

Schwerer Anschlag in Somalia: Zahl der Todesopfer stieg auf 40

Mehrere Zivilisten seien in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlegen, sagte der Polizeibeamte Ali Hassan am Samstag. Zwei Attentäter haben sich am Freitag mit ihren Autos in die Luft gejagt. Der Anschlag galt einem bei Politikern beliebten Hotel.

© AFPBilder von der Anschlagsstelle vor dem Hotel Sahafi.



Mogadischu – Einen Tag nach einem schweren Bombenanschlag auf ein Hotel in Somalia ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 40 gestiegen, darunter auch sieben Angreifer der radikalislamistischen Terrororganisation Al-Shabaab. Mehrere Zivilisten seien in Krankenhäusern ihren Verletzungen erlegen, sagte der Polizeibeamte Ali Hassan am Samstag. Zwei Attentäter hatten sich mit ihren Autos in die Luft gejagt.

Am Freitagabend hatten die Behörden von 32 Toten gesprochen. Bei dem Anschlag auf des Hotel Sahafi in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sollen zudem Krankenhausangaben zufolge rund 50 Menschen verletzt worden sein.

Terrormiliz bekannte sich zu Anschlag

Al-Shabaab bekannte sich am Freitag zu dem Anschlag. Zunächst hatten sich zwei Attentäter in ihren Autos am Eingang des Hotels in die Luft gesprengt. Zudem detonierte auf einer belebten Straße in der Nähe des Hotels ein Sprengsatz, der in einem dreirädrigen Fahrzeug angebracht war.

Fünf Al-Shabaab-Kämpfer, die Militäruniformen trugen und das Hotel stürmen wollten, wurden der Polizei zufolge von Sicherheitsleuten getötet. Das Hotel nahe der belebten Kreuzung „Kilometer vier“ unweit des Flughafens ist unter anderem bei somalischen Regierungsvertreten beliebt.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft und will dort eine radikalislamische Herrschaftsform etablieren. (APA/dpa/Reuters)