Letztes Update am Sa, 17.08.2019 16:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sudan

Abkommen im Sudan macht Weg frei für Übergangsregierung

Die am Samstag von beiden Seiten unterzeichnete Verfassungserklärung soll die Aufteilung der Macht regeln und einer Zivilregierung den Weg ebnen.

Demonstrant in Khartum.

© AFPDemonstrant in Khartum.



Khartum – Im Sudan haben das Militär und die prodemokratische Opposition mit der Unterzeichnung eines Abkommens zur Machtteilung den Weg für eine Übergangsregierung freigemacht. Die am Samstag von beiden Seiten unterzeichnete Verfassungserklärung soll die Aufteilung der Macht regeln und einer Zivilregierung den Weg ebnen.

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Dazu soll ein gemeinsamer Rat aus Militärangehörigen und Zivilpersonen gebildet werden, der drei Jahre und drei Monate an der Macht ist. Bei der Unterzeichnung des Abkommens waren auch zahlreiche ranghohe Politiker-Delegationen aus den Nachbarländern anwesend.

Unmittelbar danach gab es in der Hauptstadt Khartum und anderen großen Städten des Landes Jubelfeiern. „Ich denke, das ist heute der erste Schritt in Richtung auf eine echte, zivile Regierung; heute ist der Augenblick, in dem das sudanesische Volk die Früchte seiner Revolution ernten können, von der es träumte und für die viele starben“, erklärte die Studentin Alas Salah. Sie gilt als Ikone der Protestbewegung, seit sie im weißen traditionellen Gewand von einem Autodach eine flammende Rede hielt und Parolen rief.

Unter dem Druck der Massenproteste hatte das Militär im April den Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir abgesetzt, der das Land im Nordosten Afrikas 30 Jahre lang mit harter Hand regiert hatte. Bashir soll in Kürze der Prozess gemacht werden. (APA, dpa)