Letztes Update am Di, 17.09.2019 17:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eskalation droht

US-Regierungskreise: Angriffe auf Ölanlagen vom Iran aus geführt

Berichten zufolge sollen laut US-Geheimdiensterkenntnissen mehr als 20 Drohnen und mindestens zwölf Raketen bei dem Angriff auf die saudischen Ölanlagen eingesetzt worden seien.

US-Präsident Donald Trump (l.) und sein iranischer Amtskollege Hassan Rouhani.

© IRANIAN PRESIDENCYUS-Präsident Donald Trump (l.) und sein iranischer Amtskollege Hassan Rouhani.



Washington – Die USA sind sich sicher, dass die Angriffe auf saudi-arabische Ölanlagen vom Wochenende von iranischem Territorium ausgegangen sind. Das verlautete aus US-Regierungskreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Demnach seien bei dem Angriff auch Marschflugkörper zum Einsatz gekommen.

Die USA würden gerade ein Dossier über die Angriffe zusammenstellen und diese bei der UNO-Generalversammlung kommende Woche präsentieren, hieß es. Washington wolle dabei internationale Gemeinschaft, insbesondere die Europäer, von der Verantwortung der Iraner überzeugen, sagte der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte.

Bereits zuvor hatte das Wall Street Journal über US-Geheimdiensterkenntnisse berichtet, wonach mehr als 20 Drohnen und mindestens zwölf Raketen bei dem Angriff eingesetzt worden seien. Auch das WSJ vermeldete die US-Einschätzung, wonach der Angriff vom Iran ausgegangen sei.

Mehrere Staaten warnen vor „voreiligen Schlüssen“

Die USA hatten bereits kurz nach dem Angriff vom Wochenende, der der saudi-arabischen Ölindustrie schweren Schaden zugefügt hatte, Teheran dafür verantwortlich gemacht. Der Iran wies dies zurück. Offiziell übernahmen die mit dem Iran verbündeten schiitischen Houthi-Rebellen aus dem Jemen, die dort gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpfen, die Verantwortung für die Angriffe. Mehrere Länder, darunter Deutschland, Russland, China und Großbritannien plädierten für eine genaue Untersuchung der Vorfälle und warnten vor „voreiligen Schlüssen“. (APA/AFP)

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