Letztes Update am Do, 31.10.2019 17:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Extremismus

Terrormiliz IS bestätigt Tod Al-Bagdadis und ernennt neuen Anführer

Der IS veröffentlichte am Donnerstag eine entsprechende Botschaft über den Medienkanal Al-Furkan. Abi Ibrahim Al-Hashimi Al-Qurashi wurde zum neuen Anführer ernannt.

Der Anführer der Terrormiliz IS, Abu Bakr al-Bagdadi, wurde bei einem US-Angriff im Nordwesten Syriens getötet.

© AFP / AL-FURQAN MEDIADer Anführer der Terrormiliz IS, Abu Bakr al-Bagdadi, wurde bei einem US-Angriff im Nordwesten Syriens getötet.



Damaskus — Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres Anführers Abu Bakr Al-Baghdadi bestätigt und einen Nachfolger benannt. Abu Ibrahim Al-Hashimi Al-Qurashi sei der neue Anführer der Terrororganisation, erklärte der IS in einer am Donnerstag veröffentlichten Audio-Botschaft über seinen Medienkanal Al-Furkan.

Der IS bestätigte darin auch den Tod des weiteren ranghohen Mitglieds, Abu Al-Hassan Al-Muhajir. Dieser habe aus Saudi-Arabien gestammt.

Spezialkräfte des US-Militärs hatten Baghdadi vergangenes Wochenende in einem Gehöft im Nordwesten Syriens aufgespürt. Er war nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor den Soldaten in einen Tunnel geflüchtet und zündete dort eine Sprengstoffweste. Neben dem Anführer wurden nach Angaben der USA fünf weitere IS-Kämpfer getötet und zwei Personen in Gewahrsam genommen worden. Muhajir wurde nach Angaben Trumps bei einem weiteren Einsatz getötet.

Der Medienkanal Al-Furkan ist eines der Sprachrohre des IS. In Audiobotschaften hat die Organisation Anhänger im Westen mehrfach dazu aufgerufen, Anschläge zu verüben.

"Oh Muslime, oh Mujahahedin, Soldaten des IS..., wir trauern um den Kommandeur der Gläubigen, Abu Bakr Bagdadi", sagte ein IS-Sprecher in der Audiobotschaft. Zugleich riefen die Dschihadisten dazu auf, den Tod ihres Anführers zu rächen.

Nach dem Anführer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat hatten die USA jahrelang gefahndet, er galt als der meistgesuchte Mann der Welt. Bagdadi hatte im Juli 2014 ein "Kalifat" in Syrien und im Irak ausgerufen, in dem zeitweise mehrere Millionen Menschen unter der Herrschaft der radikalen Islamisten lebten. (APA dpa/AFP/Reuters)