Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.06.2015


Landespolitik

Spielplatz-Rauchverbot ist fix

Innsbrucker Verordnung mit 38:2 Stimmen beschlossen, Einkaufsnacht bekommt ihr Geld.

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© TT/Julia Hammerle



Innsbruck – Ausgeraucht hat es sich nunmehr auf allen Spielplätzen der Stadt Innsbruck. Nach einer intensiven Debatte stimmte der Innsbrucker Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung mit überwältigender Mehrheit für besagtes Rauchverbot. Lediglich die Gemeinderäte Andrea Dengg und Rudi Federspiel (beide Liste Federspiel) konnten sich mit der neuen Verordnung nicht anfreunden.

Während BM Christine Oppitz-Plörer (FI) das Rauchverbot als „längst überfälligen Schritt“ bezeichnete, zog Federspiel die Überwachung des Verbots und somit dessen Sinnhaftigkeit in Zweifel. Die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG), die selbiges machen soll, könne „nicht einmal die Alkoholverbote in der Maria-Theresien-Straße und am Bozner Platz kontrollieren“, so Federspiel.

Wie berichtet, zielt das Rauchverbot nicht darauf ab, Kinder vor dem Passivrauchen, sondern vor der Gesundheitsgefährdung durch herumliegende Zigarettenstummel zu schützen.

Zugleich wurde gestern auch die Spielplatzordnung in einem anderen Punkt geändert. Bis dato waren Ball- und Skateranlagen für Personen über 18 Jahre tabu. Diese Altersbeschränkung wurde gestern mehrheitlich aufgehoben. Sollte es an einzelnen Anlagen jedoch wieder zu einer Verdrängungsproblematik von Kindern und Jugendlichen kommen, so könne jederzeit wieder ein Alterslimit eingezogen werden, hieß es gestern im Gemeinderat.

Gewohnt emotional wurde es dann – wieder einmal – beim Event „Ganz Innsbruck tanzt“. Für die lange Einkaufsnacht des Innenstadtvereins am 26. Juni waren 50.000 € vom Verein beantragt, der Gemeinderat gab nur 20.000 Euro frei. Dafür stimmten die Listen FI, ÖVP, FPÖ und Federspiel, dagegen SPÖ und Grüne. (mami)