Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.11.2015


Tirol

Impuls will 2018 bei den Landtagswahlen antreten

Parteichefin Zwölfer kandidiert nicht mehr als Bürgermeisterin, sondern mit Impuls bei den Landtagswahlen. Spitzenkandidaten gibt es noch keinen.

© zeitungsfoto.at Josef Schett, Maria Zwölfer und Hans Lindenberger (v.l.) wollen „die Wähler nicht enttäuschen und weitermachen“. Mehr denn je, brauche es eine bürgerliche Alternative, meint Impuls-Parteichefin Zwölfer.



Von Anita Heubacher

Innsbruck – Impuls ist derzeit eine Partei mit drei Landtagsabgeordneten, nämlich Maria Zwölfer, Hans Lindenberger und Josef Schett. Die Partei wurde nie gewählt, sondern von den Dreien gegründet. Vorläufer von Impuls war Vorwärts. Diese Partei holte 2013 knappe zehn Prozent und rund 30.000 Stimmen. Dennoch hat Vorwärts keinen einzigen Abgeordneten mehr im Landesparlament. Deshalb lässt die ÖVP derzeit prüfen, ob Vorwärts die Parteienförderung von 750.000 Euro jährlich überhaupt noch zusteht. Dass das Geld von Vorwärts zu Impuls wechselt, schließt VP-Klubobmann Jakob Wolf aus.

Maria Zwölfer und ihre beiden Mitstreiter rechnen auch gar nicht mit dem Geld. „Wir haben aus der Privatschatulle Geld für die Partei eingezahlt“, erzählt Zwölfer. 2018 will sie mit Impuls zur Landtagswahl antreten. Die Frage, wer Spitzenkandidat sein soll, sei noch nicht geklärt. „Wir wollen unsere Wählerinnen und Wähler nicht enttäuschen und werden weitermachen“, sagt Zwölfer. Zwar bekommen die drei Abgeordneten eine Klubförderung, die darf aber nicht für die Partei verwendet werden.

Die Chancen auf dem Wählermarkt hält Zwölfer für intakt. „Es braucht mehr denn je eine bürgerliche Alternative.“ Vieles sei schiefgelaufen, aber die Idee sei gut gewesen.

Die Idee hatten damals unter anderem Ex-VP-Landesrätin Anna Hosp und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Nach unzähligen Streiterein um die Besetzung von Mandaten und um Geld, zerbröckelte Vorwärts, der Landtagsklub blieb übrig. „Wir sind zuversichtlich, dass wir Kandidaten für die Liste finden“, meint Zwölfer. Sie wolle weiterhin eine Politik machen, „wo die Lösungskompetenz im Vordergrund steht“. Zurückziehen, bzw. nicht mehr kandidieren will Zwölfer in Lermoos. Dort ist sie seit 2004 Bürgermeisterin. Vor allem mit der Agrargemeinschaft musste sich Zwölfer anlegen, heute ist sie Substanzverwalterin. „Ich möchte mich zu 100 Prozent auf die Partei und auf mein Landtagsmandat konzentrieren.“

Spitzenkandidat von Vorwärts war 2013 Hans Lindenberger. Dazu habe er sich damals überreden lassen, meint er heute. „Über den Spitzenkandidaten reden wir jetzt noch nicht. Das wäre Unsinn.“ Der ehemalige rote Landesrat will bei Impuls „mithelfen, die Partei hochzufahren“. Dazu schweben den Impulslern Bezirkstage vor. Ortsorganisationen wolle man keine gründen. „Die Zeiten sind vorbei, wo es solche alten Strukturen und überall ein Parteilokal gebraucht hat.“ Auch Lindenberger glaubt, „dass die Idee nicht aussterben soll“. 2018 werde ein Team antreten, sagt er.