Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.12.2015


Landespolitik

Mehr Quartiere für Obdachlose gefordert

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Innsbruck – Endlich Lösungen für Hunderte von Obdach­losigkeit bedrohte Menschen in Tirol fordert die Tiroler SPÖ. In der Vorwoche hat LH Günther Platter (VP) bekanntlich die Einrichtung einer Arbeitsgruppe angekündigt. Das ist der SPÖ allerdings zu wenig. „Die Politik des Wegschauens und Wegduckens muss aufhören, die Landesregierung hat Sofortmaßnahmen zu treffen“, appellierten SPÖ-Chef Ingo Mayr und Klobobmann Gerhard Reheis. Sie initiierten am Freitag einen runden Tisch zur Situation von obdachlosen Flüchtlingen.

Die SPÖ verlangt die Schaffung von zusätzlichen Schlafplätzen zur Notversorgung von Obdachlosen. Nicht nur im Großraum Innsbruck, sondern auch dezentral. Gleichzeitig müsse es eine effiziente und unbürokratische Vermittlung von anerkannten Flüchtlingen aus Grundversorgungsquartieren an Caritas, Diakonie und anderen NGOs wie Privatpersonen geben, die seit Wochen freie Wohnungen anbieten.

Um schneller Unterbringungsplätze zu mobilisieren, schlagen Mayr und Reheis auch vor, die Mindeststandards in der aktuellen Notsituation zu senken. Die Solidarität in der Tiroler Gesellschaft sei heute noch groß, diese Hilfsbereitschaft, die zahlreichen Angebote und auch die vielen freiwilligen Helfer und Helferinnen gelte es heute abzuholen, sind die beiden SPÖ-Politiker überzeugt. (TT)