Letztes Update am Do, 10.12.2015 06:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Sportplatz Reichenau: Niederlage für Gegner vor Gericht

Das Landesverwaltungsgericht hat alle Beschwerden gegen die Erweiterung des Sportplatzes Reichenau abgewiesen.

Die bis dato gerichtlich stillgelegte Baustelle für den Sportplatz Fußballplatz Reichenau.

© Thomas BöhmDie bis dato gerichtlich stillgelegte Baustelle für den Sportplatz Fußballplatz Reichenau.



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme der bereits im Jänner gerichtlich gestoppten Bauarbeiten zur Erweiterung des Fußballplatzes in der Innsbrucker Reichenau stand gestern noch nicht fest. Es werde aber „relativ schnell gehen, weil alle Aufträge bereits erteilt sind“, sagte der Geschäftsführer der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft, Franz Danler. Denn mit der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts (LVwG) vom Montag ist eines fix: Alle gegen das Bauvorhaben eingebrachten Beschwerden wurden in Bausch und Bogen als „unzulässig“ bzw. „unbegründet zurückgewiesen“.

Wie berichtet, will die Stadt den Fußballplatz vergrößern, auf Kunstrasen umstellen und noch dazu mit einer Flutlichtanlage ausstatten. Ein Vorhaben, gegen das aufgebrachte Anrainer Sturm liefen und sich zu der Initiative „gegenflutlicht.at“ formierten. Sie befürchten massive Beeinträchtigungen durch Lärm und Licht. Den ersten ausgestellten Baubescheid hatte man noch erfolgreich bekämpfen können – was folgte, war ein Baustopp. Auch gegen den zweiten Baubescheid, der vom Magistrat im Oktober ausgestellt wurde, gingen in Summe drei Beschwerden beim Landesverwaltungsgericht ein.

In der Begründung heißt es unter anderem, dass aufgrund der Widmung des betreffenden Grundstückes als „Vorbehaltsfläche Sportanlage“ bzw. „Vorbehaltsfläche Grünanlage“ den Nachbarn „kein Immissionsschutz zusteht“. Ungeachtet dessen habe die Behörde aber eine umfangreiche Beurteilung der Immissionssituation vorgenommen. Dadurch treffe der Einwand der Beschwerdeführer, „die Behörde habe immissionstechnische Bedenken leichtfertig außer Acht gelassen, in keinster Weise zu“. Auch einen Widerspruch zum örtlichen Raumordnungskonzept konnte das Gericht nicht erkennen. Gegen die Entscheidung des LVwG kann nur noch ein außerordentliches Rechtsmittel eingelegt werden.

„Wir haben noch nichts bekommen“, konnte ein Sprecher der Initiative gestern noch nicht zu der jüngsten Wende im Streit mit der Stadt Stellung beziehen.

Für Vize-BM Christoph Kaufmann ist indes klar, dass der Bau noch „vor Weihnachten“ wieder aufgenommen werden soll. Abhängig von der Witterung. Die Bauzeit beträgt rund vier Monate. Bei der IIG hofft man nun, dass die Causa damit erledigt ist, so Danler: „Das Urteil ist eindeutig.“