Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.12.2015


Landespolitik

„Notfalls Strafen für Störung in Wildruhezonen“

Angesichts massiver Schäden in den Schutz-wäldern fordern die Jäger mehr Ruhe für das Wild. Die Landwirtschaftskammer hofft, dass die Abschusspläne erfüllt werden.

Für Landesjägermeister Toni Larcher geht es nicht nur um Abschusszahlen, sondern auch um mehr Ruhe im (Schutz-)Wald.

© HammerleFür Landesjägermeister Toni Larcher geht es nicht nur um Abschusszahlen, sondern auch um mehr Ruhe im (Schutz-)Wald.



Innsbruck – Rund 40 Prozent des Tiroler Schutzwaldes werden vom Bundesrechnungshof (RH) als nicht stabil und deshalb als sanierungsbedürftig bezeichnet. Wildverbiss ist eine der Hauptursachen für die Schädigung. „Dieses Problem ist nicht neu und ist eine jährlich wiederkehrende Geschichte. Aber die Jägerschaft nimmt das sehr ernst“, reagiert Landesjägermeister Toni Larcher auf den RH-Bericht. Knapp die Hälfte des Tiroler Waldes ist Schutzwald, vor allem in den Alpen erfüllt er eine wichtige Schutzfunktion vor Muren oder Lawinen. Larcher ist jedoch froh, dass der Rechnungshof in seinen Empfehlungen zur Reduktion der Schäden nicht nur auf die Bejagung und damit auf die Erfüllung der Abschussquoten abstellt, sondern auch auf die Wildberuhigung. „Denn das Problem lässt sich nicht alleine mit dem Gewehr lösen.“

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