Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.12.2015


Bezirk Schwaz

FPÖ-Klubchef verteidigt Zeller Dekan



Zell a. Z. – In der Debatte um den Pfarrblatt-Artikel des Zeller Dekans Ignaz Steinwender meldet sich jetzt FPÖ-Klubobmann Johannes Überbacher zu Wort. „Die Anfeindungen hat Dekan Steinwender nicht verdient. Er schreibt im Pfarrblatt, was die FPÖ und zunehmend auch die ÖVP sagt. Es geht nicht, immer noch mehr Asylwerber aufzunehmen, ohne ihnen eine konkrete Perspektive zu geben. Das ist moralisch und ethisch nicht vertretbar.“ Überbacher beruft sich zudem auf die Worte des Kurienkardinals Peter Turkson: „Mildtätigkeit ist garantiert keine Lösung. Europa selber kann nicht immer mehr Menschen aufnehmen und integrieren.“ Dekan Steinwender hatte unter dem Titel „Integration und Heimatliebe“ mangelnde Vaterlandsliebe in Österreich kritisiert. Zudem sei „unser größter Schatz, das christliche Erbe unserer Heimat“, vielen nichts mehr wert. Laut Steinwender ist die Stärkung der christlichen Identität integrationsfördernd. (TT)