Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.12.2015


Tirol

Grüne Breitseite gegen Tilg

Von der Gehaltsdebatte bis hin zur Kardiologie werfen die Grünen ÖVP-Landesrat Tilg schwere Versäumnisse vor.



Innsbruck –Die Klinikführung, die Medizin-Uni und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg hätten schon viel früher reagieren müssen“, erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Gabi Fischer. Sie spricht im Fall der Kardiologie von einem „strukturellen Versagen“. Wie mehrfach berichtet, werfen Oberärzte dem Kardiologie-Chef Fehler in der Patientenbehandlung vor. Sechs bis sieben Fälle werden jetzt noch einmal laut Klinikführung in der Schweiz untersucht. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt wegen fahrlässiger Tötung in mehreren Fällen. Zwei Anzeigen, eine anonyme und eine von einer Hinterbliebenen, liegen dem zugrunde. Eine Expertenkommission attestierte dem Kardiologie-Chef, dass er 200 Patienten falsch abgerechnet und keine Führungsqualitäten habe. Die Klinikführung habe den „peinlichsten Weg gewählt, um einen Primararzt loszuwerden“, meint Fischer. „Und viel zu lange zugeschaut.“ In der Verantwortung sieht sie auch den Koalitionspartner ÖVP und hier insbesondere Landesrat Tilg.

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