Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.01.2016


Bezirk Imst

Mieming: Rekordbudget erlaubt Großprojekte

Die Gemeinde Mieming war schon im letzten Jahr finanziell gut aufgestellt. Mit dem „Rekordbudget“ für das heurige Jahr möchte man unter anderem das Pflegeheim um 20 Betten aufstocken. Kosten: 3 Mio. Euro.

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© Dorn



Von Agnes Dorn

Mieming – Beim traditionellen Neujahrsempfang, der heuer bereits zum vierten Mal von einem Konzert des Festival Sinfonietta Linz gekrönt wurde, zeigte sich Bürgermeister Franz Dengg in seiner Ansprache sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr: Die finanzielle Lage habe sich gut entwickelt, die Steuern und Gebühren würden daher auch für das kommende Jahr gleich bleiben, nur die Erschließungskosten müssten aufgrund der Landeserhöhung „moderat angepasst“ werden. An Bundesabgaben erhält die Gemeinde für das Jahr 2016 rund drei Millionen Euro, die Kommunalsteuern für das abgelaufene Jahr betragen 510.000 Euro. Durch die gute finanzielle Lage konnten 2015 über 1000 Posten an Ausgaben im Budget verbucht werden, darunter fielen die Sanierungen und Asphaltierungen von 15.600 m² Straßenflächen um 300.000 Euro. Außerdem wurden die 17 Brücken im Gemeindegebiet auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht und gegebenenfalls ebenfalls saniert. Die Brücke in Krebsbach wird im Frühjahr komplett neu errichtet werden.

Das bereits Mitte Dezember beschlossene „Rekordbudget“ für 2016 erlaubt mit einem ordentlichen Haushalt von 8,4 Millionen Euro die Umsetzung einiger Großprojekte im kommenden Jahr: Für Kanal- und Straßensanierung sind rund 500.000 Euro im Budget vorgesehen, das Kranebitterhaus neben der NMS will die Gemeinde um rund 440.000 Euro erwerben und das Wohn- und Pflegeheim soll um 20 Betten erweitert werden. Die Kosten von drei Millionen Euro werden durch eine Landesförderung abgeschwächt werden, da 19 Betten im Planungsstrukturverband gefördert werden und die Gemeinde Silz mit ihrem Seniorenzentrum bereits verzichtet hat.

Das neue Raumordnungskonzept liegt seit siebten Jänner für sechs Wochen im Gemeindeamt zur öffentlichen Ansicht auf und wird heute Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt. Mieming, seit letztem Jahr e5-Gemeinde, produzierte 2015 mehr als ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs der Gemeinde mit seiner PV-Anlage am Gemeindehaus und am Dach der VS Untermieming selbst. In den letzten sechs Jahren konnten 1,6 Millionen Euro Schulden abgebaut werden. Mit rund 2,5 Millionen hat der Schuldenstand damit einen Wert von 25 Prozent erreicht, um 12 Prozent weniger als zu Beginn der Gemeinderatsperiode.

Beim Neujahrskonzert wurde Martin Schmid für seine Verdienste um das Gemeinwesen als zweiter Gemeindebürger der Ehrenring der Gemeinde Mieming verliehen. Der pensionierte Lehrer war im Gemeinderat tätig, unter anderem als Kulturreferent. 24 Jahre lang leitete er die von ihm gegründete Bergrettung Mieming sowie 30 Jahre lang die Bezirksstelle. Außerdem war er als Ortschronist und als Autor der Dorfzeitung seit Jahrzehnten stark ins Dorfgeschehen eingebunden.

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