Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.02.2016


Reutte

74 Listen und 52 Anwärter für das Amt des Ortschefs

45 Männer und 7 Frauen wollen das Bürgermeisteramt im Bezirk. In 22 der 37 Gemeinden steht das neue Dorfoberhaupt bereits fest.

(Symbolfoto)

© Robert Parigger(Symbolfoto)



Von Simone Tschol

Außerfern – Statistisch gesehen kann jeder stimmberechtigte Außerferner am 28. Februar zwischen zwei Listen und 1,4 Bürgermeisterkandidaten wählen. Freilich nur statistisch. Denn 22 der 37 neuen Gemeindeoberhäupter stehen bereits fest.

Die amtierenden Ortschefs Klaus Ziernhöld (Bichl­bach), Wolfgang Winkler (Ehenbichl), Martin Hohenegg (Ehrwald), Heinrich Ginther (Elmen), Martin Schädle (Grän), Harald Friedle (Häselgehr), Martin Kärle (Hinterhornbach), Vinzenz Knapp (Höfen), Günther Blaas (Holzgau), Sieghard Wachter (Musau), Bernd Huber (Pfafflar), Günther Walch (Steeg), Markus Eberle (Tannheim), Günther Keller (Vils), Gottfried Ginther (Vorderhornbach, Hans Dreier (Weißenbach) sowie Werner Gehring (Zöblen) haben keine Konkurrenz erhalten. Auch die Neueinsteiger Karlheinz Weirather (Forchach), Karina Konrad (Jungholz), Norbert Lorenz (Kaisers) sowie Hansjörg Fuchs (Lechaschau) sind konkurrenzlos.

Im Prinzip wahllos sind die Wähler in zwölf Außerferner Gemeinden. In Ehrwald, Forchach, Grän, Hinterhornbach, Holzgau, Jungholz, Lechaschau, Musau, Pfafflar, Steeg, Vils und Vorderhornbach findet sich nur eine Liste auf dem Stimmzettel.

Während die Wählerschaft dort mangels Alternativen die Sinnhaftigkeit eines Urnengangs in Frage stellen darf, bleibt der Weg in die Wahlkabine den Gramaisern heuer gänzlich erspart. Dort fällt die Gemeinderatswahl 2016 aus, da weder eine Liste noch ein Bürgermeisterkandidat antreten. Sehr wohl wird es dort aber am 29. Februar einen Bürgermeister und einen Gemeinderat geben. BH Konrad Geisler zum außergewöhnlichen Fall: „Das ist in der Tiroler Gemeindewahlordnung geregelt. § 45 Abs. 7 besagt: Ist kein Wahlvorschlag für die Wahl des Gemeinderates kundzumachen, so gelten der im Amt befindliche Gemeinderat und der Bürgermeister als wiedergewählt – und zwar für eine weitere Periode, also sechs Jahre.“

Die größte Auswahl haben die Wähler in Reutte. Hier gibt’s mit BM Alois Oberer, VBM Elisabeth Schuster und Barbara Brejla – einzig im Außerfern – gleich drei Bürgermeisterkandidaten. Insgesamt treten im Bezirkshauptort vier Listen an. Ebenfalls vier Listen kämpfen in Bach, Elbigenalp und Tannheim um die Mandate. Drei Listen liegen in Berwang, Biberwier, Breitenwang, Heiterwang, Nesselwängle und Wängle auf.

In den 14 Ortschaften Bichl­bach, Ehenbichl, Elmen, Häselgehr, Höfen, Kaisers, Lermoos, Namlos, Pflach, Pinswang, Schattwald, Stanzach, Weißenbach und Zöblen werben je zwei Listen um die Zustimmung der Wähler.

Zum Zweikampf um den Bürgermeistersessel kommt es ebenfalls in 14 Außerferner Gemeinden: In Bach (BM Egon Brandhofer, Verena Amann), Berwang (BM Dietmar Berktold, Armin Sprenger), Biberwier (Paul Mascher, Harald Schönherr), Breitenwang (BM Hanspeter Wagner, Regina Karlen), Elbigenalp (Christian Forstinger, Markus Gerber), Heiterwang (BM Beate Reichl, Hermann Fasser), Lermoos (Stefan Lagg, Othmar Kössler), Namlos (BM Walter Zobl, Erwin Fuchs), Nesselwängle (BM Klaus Hornstein, Ernst Schuster), Pflach (BM Helmut Schönherr, Hubert Gruber), Pinswang (BM Karl Wechselberger, Richard Wörle), Schattwald (Josef Lutz, Waltraud Zobl), Stanzach (BM Hanspeter Außerhofer, Eduard Köck) und Wängle (BM Christian Müller, Paul Barbist).

Diese Daten sind vorläufig. Bis Ende der Woche werden die Listen geprüft, außerdem besteht auch noch die Möglichkeit eines Rückziehers.