Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.04.2016


Exklusiv

Weingartner kritisiert das Missmanagement am Brenner

Der Alt-LH hat nichts gegen Grenzkontrollen im Notfall, übt aber scharfe Kritik am „vorauseilenden Gehorsam mit heraushängender“ Zunge.

Historischer Moment für die Überwindung der Brennergrenze: Luis Durnwalder (l.) und Wendelin Weingartner heben den Grenzbalken in die Höhe.

© FischerHistorischer Moment für die Überwindung der Brennergrenze: Luis Durnwalder (l.) und Wendelin Weingartner heben den Grenzbalken in die Höhe.



Von Peter Nindler

Innsbruck – Gemeinsam mit seinem damaligen Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder hat Tirols Alt-LH Wendelin Weingartner (VP) im April 1998 die Grenzbalken am Brenner symbolisch abmontiert. Mögliche Kontrollen wegen der Flüchtlingskrise befürwortet er, auch dass man auf die Situation vorbereitet ist. „Doch die Vorgangsweise verstehe ich nicht.“ Den Wegbereiter der Europaregion Tirol stört nicht nur das verbale Hochrüsten am Brenner. „Dass plötzlich der Verteidigungsminister für die Grenzsicherung zuständig ist, kann ich nicht nachvollziehen“, übt Weingartner scharfe Kritik an der Bundesregierung. Auch die Symbolik sei verheerend.

TT-Exklusiv-Artikel

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden