Letztes Update am Do, 12.05.2016 06:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Stadt lockert Radfahrverbot in der Innsbrucker Innenstadt

Der Innsbrucker Stadtsenat stimmte gestern auch für den Partnerschaftsvertrag mit der Neuen Heimat am Campagnereiterareal.

© Thomas BöhmUntertags bleibt das Radfahren in der Maria-Theresien-Straße verboten. Nachts ist der Weg für Radler aber bald frei.



Innsbruck – Wohnen und Radfahren waren zentrale Themen bei der gestrigen Sitzung des Innsbrucker Stadtsenats: Der Senat stimmte für eine Partnerschaft zwischen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und der Neuen Heimat Tirol (NHT) bei der Bebauung des Campagnereiterareal in der Reichenau. Dort sollen bekanntlich in mehreren Etappen 1000 Wohnungen errichtet werden. Wie berichtet, ist im Vertrag festgelegt, dass die Wohnungen zu 40 Prozent von der NHT und der Innsbrucker Stadtbau sowie zu 60 Prozent von der IIG gebaut werden. An die Neue Heimat wird dazu ein Baurecht vergeben, die dafür eine Akontozahlung auf den Baurechtszins leistet – bis zum Jahr 2024 insgesamt 8 Mio. Euro. Das soll der IIG die Vorfinanzierung der Baureifmachung der Grundstücke – wie die Absiedlung der Sportvereine – erleichtern.

Der Stadtsenat hatte sich auch erneut mit dem Kauf des Sockels des P2-Turms in der Amraserstraße zu beschäftigen. Die von der IIG und der Pema-Gruppe ausverhandelten Verträge wie Kaufvertrag, Wohnungseigentumsvertrag und Verwaltungsvertrag wurden abgesegnet.

Neues gibt es für die vielen Radfahrer in Innsbruck: Der Stadtsenat einigte sich darauf, die Radfahrverbote in Altstadt und Maria-Theresien-Straße in der Nacht von 22 bis 6 Uhr aufzuheben. „In den Nachtstunden ist die Frequenz in den Fußgängerzonen in der Altstadt und der Maria-Theresien-Straße niedriger, deshalb spricht nichts gegen eine Durchfahrt mit dem Rad“, erklärt Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (Grüne). Die entsprechenden Verordnungen sollen kommende Woche im Gemeinderat beschlossen und dann via Verkehrszeichen kundgemacht werden. Zwischen 6 und 10.30 Uhr war das Befahren der Fußgängerzonen mit Fahrrädern schon bisher möglich. (TT)