Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.08.2016


Exklusiv

Entscheidung gefallen: Zwei Ärzte für Wildschönau fix

Mit Georg Reinisch kommt ein neuer Kassenarzt ins Hochtal. Die beiden Wahlärzte werden sich die zweite Kassenstelle teilen.

Ab dem 1. Oktober gibt es für die Patienten in Wildschönau wieder zwei Kassenärzte.

© Getty Images/iStockphotoAb dem 1. Oktober gibt es für die Patienten in Wildschönau wieder zwei Kassenärzte.



Von Michael Mader

Wildschönau – Mit 1. Oktober kehrt bei den Arztbesuchen in Wildschönau Normalität ein. Ab diesem Zeitpunkt gibt es nach eineinhalb Jahren wieder zwei Ärzte für Allgemeinmedizin mit einem Kassen­vertrag.

Wie Bürgermeister Johannes Eder beim TT-Café verraten hatte, haben sich überraschenderweise auf eine neuerliche Ausschreibung gleich drei Ärzte gemeldet.

Eder erklärt zwar, dass es mit den beiden Wahlärzten Robert Mair und Ingo Soraruf grundsätzlich gut funktioniert hätte, „die Abrechnung war halt sehr kompliziert. 80 Prozent des Arzttarifes wurden verrechnet und dann bei der Krankenkasse eingereicht. Manchmal hat das aber auch nicht zusammengepasst.“

Laut Werner Salzburger, Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse, wurde die Reihung der drei Ärzte für die zwei Kassenstellen nach einem genauen Punkte­wertungssystem erstellt. Dabei sei die 1. Kassenstelle an Geor­g Reinisch vergeben worden. Die zweite Kassenstelle erhielt Ingo Soraruf. Bereits im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung Anfang August ließ Robert Mair anklingen, dass sich die beiden Wahlärzte notfalls die Kassenstelle teilen werden. Ganz so einfach ist das allerdings nicht, wie Salzburger betont. Soraruf muss zuerst die Stelle ein Quartal alleine betreiben, dann kann sie geteilt werden. Das bestätigt auch Mair: „Ab dem 1. Quartal 2017 werden wir uns die Stelle teilen. Vorausgesetzt natürlich, die Bedingungen, die von der Tiroler Gebietskrankenkasse vorgegeben werden, passen auch.“ Mair gibt an, dass sich er und sein Kollege ja schon zuvor um eine Kassenstelle bemüht hätten, einer der ungeklärten Punkte aber die vielen Wochenenddienste gewesen seien. Mair: „Das muss man jetzt noch genau anschauen.“

Wie berichtet, möchte Bürgermeister Eder aber sowieso eine dritte Kassenstelle für Wildschönau beantragen und auch TGKK-Obmann Salzburger ist demgegenüber aufgeschlossen: „Jetzt sollen die Ärzte einmal anfangen zu arbeiten, dann sehen wir weiter. Es stimmt natürlich, dass die Wildschönau von den Zahlen her auch eine dritte Kassenstelle vertragen würd­e. Aber dafür braucht es ein genaues Erhebungsverfahren, und das dauert.“ Ein großes Lob gibt es von Salzburger für den neuen Wildschönauer Bürgermeister: „Der hat sich wirklich sehr für die Kassenstellen eingesetzt.“