Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.10.2016


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1,8 Milliarden Euro gefordert: Land lässt Agrarier abblitzen

Der Antrag von 95 Gemeindeguts-Agrargemeinschaften bzw. 2800 Mitgliedern auf Enteignungsentschädigung wurde abgelehnt.

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© Thomas Böhm / TTSymbolfoto.



Innsbruck – Noch auf zwei Ebenen wird derzeit das Agrargemeinschafts-Thema juristisch geführt: Die Oppositionsparteien im Landtag, SPÖ, Liste Fritz, FPÖ und Impuls, haben das 2014 beschlossene Agrargesetz beim Verfassungsgerichtshof angefochten. Aus ihrer Sicht werden den 140 betroffenen Gemeinden wegen der Stichtagsregelung nach wie vor Erträge/Auszahlungen der 256 Gemeindeguts-Agrargemeinschaften aus der Vergangenheit vorenthalten. 2800 der 14.000 Tiroler Agrarmitglieder sehen sich wiederum entschädigungslos enteignet, weil sie nur noch ihre alteingesessenen Nutzungsrechte an Wald- und Weide besitzen, Erlöse bzw. Einnahmen daraus (Substanz) gehören jedoch den Gemeinden.

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