Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 18.01.2017


Landespolitik

200.000 Euro für erste Bohrungen



Lermoos, Innsbruck – Mit 200.000 Euro beziffert LHStv. Josef Geisler die Kosten für die ersten Probebohrungen für den Fernpass-Scheiteltunnel. Dies geht aus einer schriftlichen Anfragebeantwortung an LA Maria Zwölfer hervor. Demnach seien in der ersten Phase fünf Erkundungsbohrungen mit in Summe 312 Bohrmetern zu machen.

Für Zwölfer rausgeworfenes Geld: „Da wird der Bevölkerung vorgemacht, jetzt rudern sie, jetzt passiert was, um dann zur Erkenntnis zu kommen, dass es sich um einen Felssturz handelt. Das haben wir schon vor 50 Jahren in der Schule gelernt. Für so was 200.000 Euro ausgeben, ist schon sinnlos.“

Zwölfer, bekennende Anhängerin des Gartnerwandtunnels (Bichlbach-Nassereith), versteht die Sorgen der Bürger im Gurgltal. „Natürlich brauchen diese den Tschirganttunnel, aber doch nicht auf unsere Kosten. Ein ein Kilometer langer Scheiteltunnel nützt im Außerfern niemandem. Das wäre dann nach dem Katzenberg und der Umfahrung Heiterwang der dritte Sündenfall.“

Zwölfer sieht in Sachen Tunnel-Finanzierung LH Günther Platter gefordert. „Man hat sich mit dem EU-Beitritt zum freien Waren- und Personenverkehr bekannt. Dann soll sich der Landeshauptmann auch um eine Finanzierung kümmern“, sagt Zwölfer und fügt hinzu: „Geld auszugeben wird notwendig sein, aber es muss schon auch der Bevölkerung was nützen.“ (fasi)