Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 06.02.2017


Landespolitik

Opposition will Tiroler Soziale Dienste prüfen

© TSD



Innsbruck – Rund zwei Jahre ist es her, dass aus der Flüchtlingskoordination des Landes die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) wurde. Die Gründung der GmbH war von Anfang an politisch umstritten. Die Opposition sah eine „Auslagerung der hoheitlichen Grundversorgung der Asylwerber“ und vermisste Transparenz. Die zuständige Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) verwies stets darauf, dass sie mit der Gründung der TSD einer Empfehlung des Landesrechnungshofes folge.

Ebender soll nun die TSD prüfen. Die geeinte Opposition aus SPÖ, FPÖ, Liste Fritz und Impuls verlangt eine Sonderprüfung des Rechnungshofes. Die Parteien haben einen Fragenkatalog mit 180 Fragen ausgearbeitet. Heute soll er in Innsbruck präsentiert werden. Hinterfragt wird beispielsweise die Anschaffung von fünf Traglufthallen als Unterkunft für Asylwerber. Insgesamt wurden dafür mehr als sechs Mio. Euro ausgegeben. (aheu)