Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.05.2017


Exklusiv

Millionenloch bei Sozialen Diensten, 100 Jobs wackeln

In einem Schreiben kündigt der Chef der Tiroler Sozialen Dienste einen Millionenverlust und Job-Kürzungen an. Auch teure Unterkünfte belasten.

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© Vanessa Weingartner / TT



Von Max Strozzi

Innsbruck – Der Geschäftsführer der Tiroler Sozialen Dienste (TSD), der Flüchtlingsbetreuungsorganisation des Landes, schlägt Alarm. Nachdem die Zahl der Flüchtlinge deutlich sinkt, droht den TSD heuer ein Millionenverlust. In einem Schreiben an alle Mitarbeiter, das der TT vorliegt, stellt TSD-Geschäftsführer Harald Bachmeier die Beschäftigten auf die Situation ein und spricht von „dunklen Stunden“ und „schwerwiegenden Konsequenzen“. Das Jahr 2016 sei zwar wirtschaftlich „höchst erfolgreich“ gewesen, für 2017 aber „hat sich die wirtschaftliche Lage wegen des Rückgangs (der Flüchtlinge, Anm. d. Red.) verschlechtert und alle Berechnungen lassen einen Millionenverlust wahrscheinlich werden“, führt Bachmeier aus. Wie die TT weiters erfuhr, soll der Verlust heuer zwischen drei und sieben Millionen Euro betragen. Zudem wird in Führungsetagen gemunkelt, dass im Sommer ein Liquiditätsengpass drohe, weil Kredite zu bedienen seien.

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