Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.06.2017


Osttirol

Kosten für den Winterdienst waren nicht gesalzen

Der Salzverbrauch auf Osttirols Straßen sank im vergangenen Winter auf ein Rekordtief. Das eingesparte Geld fließt bereits in Sanierungen.

Die eingesparten Mittel werden für Sanierungen in ganz Osttirol verwendet: im Bild eine Mauer auf der Kalser Landesstraße in Oberpeischlach vor den Maßnahmen und nach der Realisierung (unten).

© Die eingesparten Mittel werden für Sanierungen in ganz Osttirol verwendet: im Bild eine Mauer auf der Kalser Landesstraße in Oberpeischlach vor den Maßnahmen und nach der Realisierung (unten).



Von Claudia Funder

Lienz – Die Sanierungsmaßnahmen auf Osttirols Straßen haben längst begonnen und sind voll im Gang. Im Lauf der diesjährigen Saison werden in Summe auf einer Länge von 5,5 Kilometern Belagssanierungen vorgenommen. Zudem werden vier Brücken instand gesetzt. Das Land Tirol investiert in Osttirol 2,35 Mio. Euro in diese Maßnahmen.

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Dass heuer noch etliche zusätzliche Arbeiten vom Baubezirksamt Lienz durchgeführt werden können, ist allein einem Umstand zu verdanken: dem Wetter des vergangenen Winters, der in Osttirol nicht wirklich ein strenger war. Er fiel denkbar niederschlags- und schneearm aus.

Und das hatte Auswirkungen für die Flotte an Räum- und Streufahrzeugen, die nur selten ausfahren musste, um das 285 Kilometer lange Straßennetz im Bezirk verkehrssicher zu halten.

„Der Salzverbrauch war markant geringer“, verrät Harald Haider vom Baubezirks­amt Lienz. „Auf den Landes- und Bundesstraßen wurden insgesamt nur 1800 Tonnen Salz aufgebracht, das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.“

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Zum Vergleich: Der durchschnittliche Jahresverbrauch liegt bei 3000 Tonnen, der Spitzenwert – erreicht in der Saison 2012/13 – bei 3500 Tonnen. Auch der Aufwand für den Geräteeinsatz war diesmal ein niedriger. Kontrollfahrten waren natürlich dennoch zu absolvieren.

2,2 Mio. Euro sind jährlich für die Straßenerhaltung eingeplant. Das Budget für den Winterdienst macht 40 Prozent des Gesamtbudgets aus.

Heuer blieb viel davon übrig. Das Einsparungspotenzial des letzten Winters belaufe sich auf 300.000 bis 400.000 Euro, beziffert es Haider.

Wohin fließen nun die eingesparten Mittel konkret? „Wir verwenden sie für Straßenerhaltungsmaßnahmen wie Kleinflächenasphaltierungen und -sanierungen, aber auch für Mauersanierungen, Felsvernetzung und -abräumung oder den Austausch von Leitschienen – überall dort im Bezirk, wo es notwendig ist“, antwortet Harald Haider.




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