Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Innsbruck

Wahlsprengel online abrufbar

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© Michael Kristen



Innsbruck – Einige Verwirrung herrscht offenbar in der Landeshauptstadt, wo morgen Sonntag Wahllokale zur Abstimmung über die Verlegung der Patscherkofelbahn-Bergstation geöffnet haben. Die stets vor regulären Wahlen dazu per Hausanschläge angebrachten Listen wurden nicht ausgehängt. BM Christine Oppitz-Plörer (FI) begründete dies gestern damit, dass selbiges für die Abstimmung über eine Bürgerinitiative – wie morgen der Fall – im Stadtrecht eben nicht vorgesehen sei.

Grundsätzlich gilt für morgen, dass 153 Sprengelwahlbehörden geöffnet haben sollten. Diese sind deckungsgleich mit den Wahlsprengeln, wie sie beispielsweise zuletzt bei der Bundespräsidentenwahl Anwendung fanden. Wer trotzdem wissen will, welcher Straßenzug in welchem Wahllokal seine Stimme abgeben kann, muss auf die Homepage der Stadt surfen. Dort, (www.innsbruck.gv.at), unter dem Schlagwort „Politik“, finden sich alle Details zur Abstimmung, inklusive eines Wahllokalverzeichnisses.

Keine Empfehlung für die Abstimmung will die Stadt-VP an die Bevölkerung abgeben. Die VP stehe weiter hinter dem Projekt, auch wenn Kritik an einer „mangelhaften Projektabwicklung“ aufrecht bleibt, sagt Stadtrat Franz Gruber. Anders der VP-Seniorenbund mit Helmut Kritzinger. Er kritisiert die neue Bahn als „kein Zukunftsprojekt“, das zudem die Stadt auf Jahre finanziell belasten werde. Von der Abstimmung erhofft sich Kritzinger „keine Änderung“. Wie berichtet, fürchtet der Alpenverein durch die Bergstation um die Aussicht und Zukunft seines Schutzhauses am Patscherkofel. (mami)

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