Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Bezirk Innsbruck-Land

Volders zahlt „mit Auflagen“ bei

Liftausbau am Glungezer mit

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© Max Schnabl



Volders, Tulfes – Der Volderer Gemeinderat hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, sich mit insgesamt 177.000 Euro an der Erneuerung der ersten Liftsektion am Glungezer zu beteiligen – allerdings mit Auflagen. Wegen der „unkoordinierten“ bis „chaotischen“ Gesamtsituation rund um die Glungezerbahn habe es Diskussionen gegeben, sagt BM Max Harb. Daher würden die Mittel „nicht uneingeschränkt zugesagt“. Es müsse ein „schlüssiges, nachvollziehbares Gesamtkonzept für die Zukunft geben, in dem auch die weitere Vorgangsweise in Sachen Beschneiung dargestellt wird, die Finanzierung muss insgesamt gesichert sein – und in die Geschäftsführung muss Ordnung einkehren“, erklärt Harb in Richtung des Tulfer Bürgermeisters Martin Wegscheider, Geschäftsführer der Glungezerbahn. Wenn das gegeben sei, „stellen wir das Geld gerne zur Verfügung“.

Auch bei der Deckung des aktuellen Abgangs ist die Glungerzerbahn, wie berichtet, auf die Umlandgemeinden angewiesen. Genau um diesen „Rettungsring“ soll es am Montag in Wattens bei einem Gespräch zwischen Wegscheider und den Bürgermeistern des Planungsverbandes Wattens und Umgebung gehen.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Georg Dornauer fordert indes „endlich Klarheit darüber, wie sich der Großraum Innsbruck touristisch entwickeln soll“. Er sieht die „Tourismusverantwortlichen im Land“ in der Pflicht. „Das völlig unkontrollierte Agieren in den einzelnen Gemeinden mit ihren maroden Liftanlagen und das Fehlen jeglicher Konzepte bringt die Ratlosigkeit der Landesregierung in diesem Bereich deutlich zum Ausdruck“, kritisiert Dornauer. Er zolle Wegscheider „großen Respekt für sein Engagement. Die Landesregierung wird aber auf Tauchstation bleiben – genauso wie zuletzt in Oberperfuss.“ (md)




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