Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.06.2017


Bezirk Innsbruck-Land

„Bürgermeister will sich auf Muttereralm Denkmal setzen“

BM Peer hat einen Zukunftsplan für die Muttereralm vorgelegt – Teile der Opposition fühlen sich ausgeschlosssen und laden zum Bürgercafé.

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© TVB Innsbruck



Von Denise Daum

Mutters – Der Mutterer Gemeinderat hat Bürgermeister Hansjörg Peer beauftragt, sich über die Zukunft des Muttereralmparks Gedanken zu machen. Diesen Auftrag erhielt Peer einstimmig. Der Touristiker legte daraufhin einen Masterplan vor, den er vor Kurzem sowohl dem Gemeinderat als auch den Bürgern bei der Gemeindeversammlung präsentierte – mit dem Hinweis, dass er sein Konzept als Diskussionsgrundlage verstanden wissen will, wiewohl es auch schon sehr konkrete Vorstellungen beinhaltet.

Klaus Hilber, Chef der Oppositionsliste MuttersPlus, wirft dem Bürgermeister nun vor, dass er sein Konzept ohne Wenn und Aber durchziehen werde. „Der Bürgermeister will sich auf der Muttereralm ein Denkmal setzen. Damit sind wir aber nicht einverstanden. Wir wollen eine Bürgerbeteiligung – so wie es in allen anderen Gemeinden üblich ist. Nur bei uns nicht“, erklärt Hilber. Seine Liste (zwei Gemeinderatssitze) und die Grünen Mutters (ein Sitz) veranstalten deshalb am Montag, 3. Juli, einen Diskussionsabend unter dem Titel „Unsere Muttereralm“ im Musikpavillon. Dort wolle man „in die Bevölkerung hineinhorchen“ und Ideen für das Gebiet sammeln.

Hansjörg Peer kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. „Ich habe den Auftrag des Gemeinderats durchgeführt – alle waren sich einig, dass ich als Touristiker die Kompetenz dazu habe. Und nun wird das schlechtgeredet“, ärgert sich Peer. Von Drüberfahren sei keine Rede – ganz im Gegenteil. Er habe extra die kommende Gemeinderatssitzung verschoben, damit die drei Oppositionsmitglieder genug Zeit haben, um die Ergebnisse des Diskussionsabends aufzubereiten und dem Gemeinderat präsentieren zu können. „Ich habe mein Konzept vorgelegt, damit ist die Diskussion eröffnet. Man kann über alles reden“, erklärt Peer.

Wie berichtet, ist das Herzstück des mehrstufigen Entwicklungsplans der Zusammenschluss mit der Axamer Lizum; Peer schwebt zudem vor, im Bereich des Nockhofs, der nur noch bis März 2018 betrieben wird, fünf Chalets zu errichten. Auch dafür gebe es bereits zwei Interessenten, beide aus Mutters. Der Plan umfasst auch diverse Belebungsmaßnahmen für den Sommerbetrieb (Wanderweg, Singletrail für Familien, Jausenstation beim Speichersee).

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An der Muttereralmbahn hält der Tourismusverband Innsbruck knapp 58 Prozent, die Gemeinden Götzens und Mutters halten jeweils etwas über 20 Prozent.