Letztes Update am Fr, 22.09.2017 13:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kirche

Hermann Glettler: „Künstlerpfarrer“ ante Portas in Innsbruck

Der künftige Innsbrucker Bischof Hermann Glettler ist selbst als Künstler aktiv. In Graz lief vor kurzem eine Ausstellung mit seinen eigenen Werken unter dem Titel „Glettler privat“.

© Sabine HoffmannDer Bischofsvikar der Diözese Graz-Seckau, Hermann Glettler, wird neuer Innsbrucker Diözesanbischof.



Innsbruck, Graz - Mit Hermann Glettler steht ein vielseitiger Geistlicher in Innsbruck „ante portas“. Der 52-jährige Bischofsvikar der Diözese Graz-Seckau ist selbst als Künstler aktiv und engagiert sich besonders auch für sozial Benachteiligte und Flüchtlinge.

Glettler wurde 1965 in Übelbach (Bezirk Graz-Umgebung) geboren. Nach der Matura am Bischöflichen Seminar und Gymnasium studierte er Theologie und Kunstgeschichte in Graz, Tübingen und München. Seit 1987 ist er Mitglied der Gemeinschaft Emmanuel. 1991 wurde Glettler zum Priester für die Diözese Graz-Seckau geweiht.

Nach Kaplansjahren in Judenburg-St. Nikolaus und Wagna verbrachte er 1998/99 ein Fortbildungsjahr in St. Nicolas des Champs in Paris. Von 1999 bis 2016 war er Pfarrer im Pfarrverband Graz St. Andrä-Karlau. Im September 2016 wurde er zum Bischofsvikar für Caritas und Evangelisation in der Diözese Graz-Seckau bestellt. Als Provisor leitete er die Pfarre Graz-Christus der Salvator.

Bemerkenswert ist des Bischofsvikars Faible für die Kunst. In Graz lief vor kurzem eine Ausstellung mit seinen eigenen Werken unter dem Titel „Glettler privat“ - in augenzwinkernder Anlehnung an Josef Haders gleichnamiges Kabarettprogramm. In der Ausstellung zeigt er Arbeiten aus der eigenen Kunstproduktion, aber auch Versatzstücke aus seiner ehemaligen Wohnungseinrichtung in der Grazer Pfarre St. Andrä.

„Die visuellen Dokumente und Leerstellen schaffen eine fiktive Privatheit, die als Projektionsfläche unterschiedlichste Sehnsuchtsbilder erzeugt“, sagte der Steirer kürzlich den „Salzburger Nachrichten“.

- APA