Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.10.2017


Bezirk Kitzbühel

Römerweg: Weitere Gespräche notwendig

Um den Römerweg asphaltieren zu können, muss die Gemeinde Oberndorf noch mit vier der neun Grundbesitzer verhandeln.

© GürtlerAsphalt oder naturbelassen? Darüber scheiden sich in der Causa Römerweg die Geister.



Von Miriam Hotter

Oberndorf – Der letzte naturbelassene Abschnitt des Römerweges zwischen Oberndorf und Kitzbühel soll asphaltiert werden. Bis Ende August hätten die Verhandlungen mit den Grundbesitzern abgeschlossen sein sollen, die Tiroler Tageszeitung berichtete. Wie Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler auf Nachfrage allerdings verrät, ziehen sich die Gespräche hin, da man sich nicht mit allen Grundbesitzern einigen konnte.

Zuständig für die Verhandlungen ist Vizebürgermeister Hannes Nothdurfter. „Ich habe mit den neun Grundbesitzern Vorgespräche geführt. Fünf von ihnen sind mit dem Vorschlag der Gemeinde einverstanden, vier noch nicht.“ Dabei geht es vor allem um die Wegabtretung im Ausmaß von fünf Metern. „Das war den Grundbesitzern teilweise zu viel“, sagt Nothdurfter. Deshalb müssten weitere Gespräche geführt werden. „Die Verhandlungen werden sich noch bis Ende des Jahres ziehen“, ist sich Schweigkofler sicher. Deshalb könne die geplante Asphaltierung des Rad- bzw. Gehweges heuer nicht mehr durchgeführt werden.

Das dürften gute Nachrichten vor allem für jene Unterschriftensammler sein, die sich gegen die geplante Asphaltierung einsetzen. „Bis jetzt haben wir rund 1070 Unterschriften gesammelt“, erzählt Kathrin Gürtler, eine der Initiatorinnen. Etwa 500 davon würden von Bürgern aus Oberndorf stammen.

Gürtler hat in der Vergangenheit auf einen so genannten Betreuungsstreifen entlang der Ache als Alternative für Radfahrer hingewiesen. Das Gerücht, Schweigkofler sei in diesbezüglichen Verhandlungen einen Schritt weitergekommen, will er nicht kommentieren.

In Sachen Römerweg betont Schweigkofler abschließend, dass er nie eine Asphaltierung angestrebt habe. Erst als das Land Tirol dafür Geld in Aussicht gestellt habe, sei so ein Vorhaben „finanziell tragbar“. Persönlich sei er allerdings lieber auf asphaltierten Radwegen unterwegs.