Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.11.2017


Bezirk Imst

Radfahrer sollen weg von der Fernpass Bundesstraße

Auch die Fernpassstrategie möchte die Bundesstraße frei von Radfahrern machen. Das könnte im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Der neue Radweg soll in den bestehenden Wirtschaftsweg (See-Eck Richtung Imst) einmünden.

© DaumDer neue Radweg soll in den bestehenden Wirtschaftsweg (See-Eck Richtung Imst) einmünden.



Von Hubert Daum

Imst, Tarrenz, Nassereith – Radfahren ist in. Allerdings sind die Situationen bei Autofahrern nicht besonders beliebt, wenn es gilt, auf der Bundesstraße einen Biker zu überholen. Schon die so genannte Fernpassstrategie sieht vor, Radfahrer von der Bundesstraße zu verbannen. Im nächsten Jahr soll dies auch tatsächlich geschehen, zumindest auf der Strecke von Imst über den Holzleitensattel bis nach Mötz. Die betroffenen Gemeinden arbeiten schon seit geraumer Zeit in Kooperation mit den Tourismusverbänden an einem diesbezüglichen Projekt.

„Vom Imster Bahnhof aus wird eine durchgehend asphaltierte Straße bis nach Mötz führen“, verrät der Nassereither Bürgermeister Herbert Kröll die Details, die schon weit gediehen sind, „die Bedingung vom Land Tirol ist allerdings eine Breite von mindestens 3,5 Metern, damit die Straße im Notfall auch von Einsatzfahrzeugen benutzt werden kann.“ Ansonsten herrsche natürlich Fahrverbot für Kraftfahrzeuge, weil sich dort nicht nur Radfahrer, sondern auch Fans anderer Sportarten wie Skateboarder tummeln können. Kürzlich trafen sich Dorfchefs, TVB-Vertreter und Markus Mauracher vom Regionalmanagement zu einer Besprechung. Man ist sich einig, das Projekt voranzutreiben. Regio-GF Mauracher: „Nachdem es streng genommen zwei Projekte sind und Imst Tourismus mit dem Bereich Imst-Nassereith schon recht weit ist, wird dieses meines Wissens bald eingereicht. Mit der Einreichung Nassereith-Mötz bzw. Telfs hoffen wir auf die Sonderförderung anlässlich der Rad-WM.“

Als Hauptbetroffener zeigt sich der Nassereither Bürgermeister federführend: „Der allergrößte Teil besteht ja schon und muss nur noch asphaltiert werden. Lediglich ein rund 400 Meter langes Verbindungsstück auf Höhe Driving Village bis zum Wirtschaftsweg, wo auch eine Brücke vorgesehen ist, fehlt noch.“ Dies sei Gemeindegrund Tarrenz bzw. Nassereith, den Vertrag mit dem einzigen privaten Grundeigentümer habe man bereits in der Tasche.

Nassereiths Bürgermeister Herbert Kröll zeigt das einzige Teilstück, das neu zu trassieren ist.
Nassereiths Bürgermeister Herbert Kröll zeigt das einzige Teilstück, das neu zu trassieren ist.
- Daum

In Richtung Fernpass sei in Fernstein vorerst Endstation. Kröll: „Die Planung über den Fernpass müssen wir aus Kostengründen vorerst aufschieben.“ Die Trasse von Nassereith in Richtung Mieming sei hingegen „recht einfach“, da ein Radweg schon existiert. Für Mauracher vom Regioverein ist die Argumentation einer Tschirgantrunde beim Land Tirol attraktiv. Darüber hinaus werde auch die Verbindung nach Telfs diskutiert werden. Kröll: „Sollten wir dies alles zusammenbringen, ist ein Radfahrverbot auf der Bundesstraße die Folge.“ Eine Kostenplanung sei in Arbeit.

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