Letztes Update am Mi, 06.12.2017 09:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Schwarz gegen Schwarz in Tirol: Hörl attackiert Palfrader

Die Kritik der Bildungslandesrätin an den Koaltionsverhandlern in Wien wird von dem Tiroler Wirtschaftsbundchef scharf kritisiert.

© Thomas BöhmWirtschaftsbundchef Franz Hörl.



Innsbruck – Tirols Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl (ÖVP) griff Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) scharf an. Für die Kritik seiner Parteifreundin an den Koalitionsverhandlern zeigte er gegenüber der APA wenig Verständnis „für die ständigen Querschüsse“. Palfrader hatte zu Beginn der Woche die mangelnde Einbindung der Bundesländer beim Thema Bildung bemängelt.

„Mit dem eindeutigen Ergebnis bei der Nationalratswahl hat die Österreichische Bevölkerung der zukünftigen Bundesregierung einen klaren Reformauftrag erteilt“, erklärte Hörl. Deshalb sei es für ihn gegenüber den Wählern „einigermaßen befremdlich“, jede Reformidee, die auf Bundesebene präsentiert werde, sofort abzulehnen und zu glauben, sich über dieses klare Wählervotum einfach hinwegsetzen zu können.

Hörl erklärte weiter, er wisse sich jedenfalls mit der Mehrheit der Wählerinnen und Wählern in voller Übereinstimmung, wenn man Parteichef Sebastian Kurz dabei unterstütze, „mutige neue Wege“ zu gehen. „Ich bin überzeugt, dass wir in Österreich in vielen Bereichen schlanker und effizienter werden können. Ohne Veränderung wird das aber nicht möglich sein. Das werden irgendwann auch jene einsehen müssen, die derzeit offenbar noch glauben, dass Österreich am besten fährt, wenn alles so bleibt wie es ist. Am 15. Oktober haben sich die Menschen für Veränderung entschieden und nicht für einen sturen protektionistischen Stil“, präzisierte der Wirtschaftsbundchef danach in einer Aussendung.

Hörl kandidiert auf Platz drei der Landesliste für die Landtagswahl im Februar. (TT.com, APA)