Letztes Update am Mi, 03.01.2018 06:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Italiens Minister jetzt doch bei Transitgipfel

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) fehlt beim Brennergipfel am 8. Jänner.

© BMVITVerkehrsminister Norbert Hofer und LH Günther Platter trafen sich bereits im Dezember in Wien.



Innsbruck – Dass die EU nichts gegen die Lkw-Dosierungen in Tirol einzuwenden hat, bezeichnet der grüne Verkehrssprecher und Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig als Erfolg. „Diesen Paradigmenwechsel haben wir mit dem sektoralen Fahrverbot eingeleitet und davon profitieren wir nun.“ Als weitere Schritte fordert er eine Lkw-Obergrenze, höhere Mauttarife und einen Ausbau der Rollenden Landstraße.

Fritz Gurgiser vom Transitforum spricht sich indessen für eine Absage des Brennergipfels am 8. Jänner in München aus. Für ihn ist Deutschland nämlich einer der Hauptverursacher des Brennertransits. „Weil jahrelang keine Anstrengungen für die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene unternommen wurden“, schreibt er an den deutschen Verkehrsminister Christian Schmidt.

Wie gestern bekannt wurde, wird neben Schmidt doch auch Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio am Brennergipfel teilnehmen. LH Günther Platter, Südtirols LH Arno Kompatscher sowie EU-Brennerkoordinator Pat Cox sitzen ebenfalls am Verhandlungstisch. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) fehlt hingegen. „Aber die Position ist mit Platter abgesprochen“, heißt es. Fachbeamte würden den Minister vertreten. (pn)