Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 13.01.2018


Innsbruck

Innsbrucker Einnahmen sprudeln

Im abgelaufenen Jahr lagen die Steuereinnahmen der Stadt um 1,6 Prozent über Plan. Vier Millionen Euro kamen so zusätzlich herein.



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Frisches Geld kann Innsbruck gut gebrauchen. Großprojekte wie die kurz vor der Fertigstellung befindliche Regional- und Straßenbahn, die neue Patscherkofelbahn, das Haus der Musik, aber auch die heuer noch zu eröffnende große Stadtbibliothek im Pema-2-Turm schlagen sich nicht nur im Budget, sondern auch in der Schuldenentwicklung der Stadt nieder. Zwar konnte die Stadt, wie kürzlich berichtet, den Schuldenstand für das abgelaufene Haushaltsjahr anstatt der prognostizierten 158 Mio. € auf nur 77,4 Mio. € (Stand 2016: 63,5 Mio. €) einbremsen. Dennoch ist eine weitere Erhöhung nur aufgeschoben, da manch geplante Investition einfach noch nicht fällig wurde. Für das heurige Jahr wurde vom Gemeinderat ein voraussichtlicher Gesamtschuldenstand mit Ende 2018 von 217 Millionen Euro genehmigt. Ob dieser in voller Höhe eintreten wird, ist aber noch offen.

Umso erfreulicher war am Dienstag im städtischen Finanzausschuss der Sukkus aus dem Bericht über die Steuereinnahmen 2017. Vorgelegt wurde dieser bereits vom seit 1. Jänner neu im Amt befindlichen Innsbrucker Finanzdirektor Armin Tschurtschenthaler. Dieser belegt, dass die Einnahmequellen der Landeshauptstadt weit ergiebiger waren als noch bei der Budgeterstellung gedacht. In Summe nahm die Stadt Innsbruck im vergangenen Jahr 256,7 Mio. € an Steuern ein. Im Vergleich zu 2016 entspricht dies einem Plus von 4,89 Mio. € (+1,94 %). Damit lag man auch gegenüber dem Voranschlag 2017 um 1,62 % oder knapp vier Mio. € im Plus.

Der überwiegende Teil, genauer gesagt 183,99 Mio. €, entfiel dabei auf die Abgabenertragsanteile, also den Innsbruck zustehenden Anteil an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben (Bsp. Umsatz- und Einkommensteuer). Diese stiegen gegenüber 2016 um 2,54 Mio. € (+1,4 %).

Ein saftiges Plus gab es bei den gemeindeeigenen Steuern. Die Einnahmen aus der Kommunalsteuer – ein zentraler Gradmesser für die Wirtschaftskraft einer Gemeinde – zogen um 2,7 Mio. € auf in Summe 59,54 Mio. € an. Ein um 4,83 % stärkerer Zuwachs, als die städtische Finanzabteilung bei der Erstellung des Doppelbudgets 2017/18 noch angenommen hatte. Die „sonstigen Gemeindesteuern“, darunter fallen beispielsweise die (inzwischen abgeschaffte) Vergnügungssteuer, aber auch Grund- und Hundesteuer, stiegen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1,89 % und lagen bei 13,16 Mio. €. In Summe konnte Innsbruck somit 72,7 Mio. € an gemeindeeigenen Steuern einheben.

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