Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 08.02.2018


Bezirk Reutte

Höfenerin kandidiert für Familienpartei

Die 36-Jährige Carina Rief tritt als Bezirksspitzenkandidatin für die neu gegründete Familienpartei an.

© Carina Rief geht für die Familienpartei ins Rennen



Reutte – Das Gesicht dürfte vielen aus dem lokalen Fernsehsender RE | eins bekannt sein, wo sie Sendungen moderiert. Die Höfenerin Carina Rief wechselt die Seite und wird politische Quereinsteigerin. Die 36-Jährige tritt als Bezirksspitzenkandidatin für die neu gegründete Partei der freien Landtagsabgeordneten Andrea Krumschnabel bei der Landtagswahl am 25. Februar an. Auf der Landesliste Famil­y – Die Tiroler Familienpartei ist sie an sechster Stelle gereiht. Trotzdem bleibt Carin­a Rief parteifrei, diese Unabhängigkeit sei ihr besonders wichtig.

„Family spricht genau das an, was zu meiner momentanen Situation als junge Familie passt. Durch meine Tätigkeit als Elternvertretung im Vorstand des Eltern-Kind-Zentrums Reutte habe ich Einblick in die Belange und Probleme der Eltern“, sagt sie. Außerdem habe sie mehrere Jahre als Kinder- und Jugendcoach gearbeitet und Kurse in den Bereichen Integration, Bewerbungstraining und Sprecherziehung gehalten. „Daher weiß ich, wie essenziell Bildung ist und dass wir es schaffen müssen, sie für alle gleichermaßen zugänglich zu machen“, so Rief, für die eine kostenlose Kinderbetreuung einen wichtigen Punkt auf der Agenda bildet: „Es muss gelingen, dass – unabhängig von Wohnort oder Status – jedes Kind ein Recht auf angemessene Betreuung, Erziehung und Bildung erhält.“ So dürfe es nicht sein, dass einem Kind der Kinderkrippenbesuch oder den Eltern die Teilnahme an angebotenen Kursprogrammen aus Kostengründen verwehrt bleibe. Bildungsgutscheine wären daher wichtig.

Doch auch wenn der Parteiname „Family“ es suggeriere, so habe Rief auch zu anderen Themen eine Meinung, wie z. B. Umweltschutz und Tourismus. Rief: „Ich engagiere mich seit Jahren aktiv für den Umweltschutz. Sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt müssen in Einklang mit der Natur und der Technologie stehen. Wir müssen einen Weg beschreiten, der unsere Umwelt schützt.“ (TT, hm)