Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.02.2018


Landtagswahl 2018

16 Neue mischen erstmals mit: So sieht der neue Landtag aus

Fügens Bürgermeister Dominik Mainusch schafft mit 5000 Vorzugsstimmen den Sprung in den Landtag. 16 Mandatare sind neu im Hohen Haus, einige könnten noch nachrücken.

© Thomas BöhmDer Sitzungssaal des Tiroler Landtags in Innsbruck.



Innsbruck — Es ist der Landtag der neuen Gesichter, mindestens 16 werden das erste Mal angelobt. Bis zur konstituierenden Sitzung Ende März wird es allerdings noch Veränderungen unter den 36 Mandataren geben. Schließlich werden einige aufrücken, wenn die neue Landesregierung bzw. die Koalition mit den acht Regierungsmitgliedern steht.

Eines steht bereits fest: LH Günther Platter (VP) legt sein Mandat zurück, deshalb ist er nicht mehr in der Landtagsriege berücksichtigt. In Kitzbühel und Innsbruck-Land hoffen die Bauernbündler Josef Edenhauser und Thomas Schweigl, dass Beate Palfrader und Johannes Tratter wieder im VP-Regierungsteam sein werden. Dann rücken sie nach. Fix damit rechnen kann die Innsbruckerin Martina Nowara, weil Josef Geisler ein fixes Leiberl als Landeshauptmannstellvertreter hat. Sollte VP-Klubchef Jakob Wolf in die Regierung wechseln, könnte der Imster BM Stefan Weirather im Landtag bleiben. Auf Wolf entfallen 5800 Vorzugsstimmen, nur der Galtürer Bürgermeister Anton Mattle mit mehr als 8000 Vorzugsstimmen schneidet innerhalb der ÖVP besser ab.

Die größte Überraschung liefert Fügenes Bürgermeister Dominik Mainusch: Mit 5000 Vorzugsstimmen katapultiert sich der Kandidat der Jungen ÖVP an Bauernbundchef Geisler und Kathrin Kaltenhauser, ebenfalls Bauernbund, vorbei. Mit Mainusch, Mario Gerber und Cornelia Hagele sind drei Mandatare neu in der ÖVP, Sonja Ledl-Rossmann kehrt aus dem Bundesrat zurück. Sechs Abgeordnete stellt der Arbeitnehmer-, je fünf der Wirtschafts- und Bauernbund.

Runderneuert präsentieren sind SPÖ und FPÖ: Mit Ausnahme der Spitzenkandidaten Elisabeth Blanik (SP) und Markus Abwerzger (FP) gibt es durchwegs neue Gesichter auf ihren Abgeordnetenrängen. Mit Philip Wohlgemuth (SPÖ) ist auch der Gewerkschaftsbundchef dabei. Übernimmt die FPÖ mit Abwerzger Regierungsverantwortung, hat kein Mandatar Landtagserfahrung. Außer Rudi Federspiel wird reaktiviert. Dasselbe könnte auch der SPÖ passieren.

Bleibt Schwarz-Grün, erhält die grüne Landtagsriege ebenfalls einen fast komplett neuen Anstrich. Ingrid Felipe und Gebi Mair sind für die Regierung gesetzt, im Klub würden außer Gabi Fischer nur Newcomer vertreten sein.

Bei der Liste Fritz macht Pressesprecher Markus Sint künftig mit Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider Politik. Weil die Verdoppelung nicht erreicht wurde, bleibt die bisherige Mandatarin Isabella Gruber außen vor. Nach Vorarlberg, Wien und Niederösterreich wird es im Landtag auch pink. Spitzenkandidat Dominik Oberhofer und Andreas Leitgeb betreten als NEOS-Kandidaten erstmals das landespolitische Parkett.

Eine Verschiebung gibt es im Bundesrat: Das Mandat der Grünen wandert zur FPÖ, die ÖVP hat wie bisher drei Sitze, die SPÖ einen. (pn)

Die Landtagsabgeordneten der neuen Periode. Zum Downloaden und Vergrößern auf das Bild klicken.
- TT