Letztes Update am Fr, 09.03.2018 08:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


5 Fragen an

ÖVP-Chef und LH Platter: „Größte Schnittmenge mit den Grünen“

Heute beginnen die Koalitionsverhandlungen zwischen Tiroler VP und den Grünen. LH Platter gegenüber der TT: “Mit Grünen die größte Schnittmenge.“

© TT/Thomas BöhmTirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).



1. Herr Landeshauptmann, warum verhandeln Sie wieder mit den Grünen?

Es gab mit allen Parteien ernsthafte und gute Gespräche, mit den Grünen ist die Schnittmenge bei den wichtigen Zukunftsthemen jedoch sehr groß. Außerdem haben wir gut zusammengearbeitet, die Verlässlichkeit und Stabilität war gegeben. Deshalb glaube ich, dass die Entscheidung, wieder mit ihnen zu verhandeln, richtig ist.

2. Sie verweisen auf ergebnisoffen.

Ja, weil wir jetzt ja erst ein Paket schnüren müssen. Aber die Regierung wird bis Ostern stehen, da bin ich zuversichtlich.

3. Die Wirtschaft hat bereits einen Wunschkatalog vorgelegt.

Dass Wünsche angemeldet werden, ist normal, letztlich geht es aber ums große Ganze wie leistbares Wohnen, Verkehr und die Absicherung des Standorts mit Entwicklungschancen für die Wirtschaft im Einklang mit der Umwelt.

4. Sie wollen mit einer Partei weitermachen, die bei den Wahlen verloren hat. Kann so eine Regierungskoalition überhaupt Aufbruch vermitteln?

Die Ausgangssituation für die Grünen war wegen der allegemeinen Situation sehr schwierig. Ich traue mich aber zu sagen, dass die Grünen schlechter abgeschnitten hätten, wenn sie nicht in der Regierung gewesen wären. Sie haben davon profitiert, weil gut gearbeitet wurde.

5. Die ÖVP hat fünf Prozent gewonnen, die Grünen zwei verloren. Wirkt sich das auf das Verhältnis in der Regierung aus?

Über Ressorts haben wir noch nicht geredet. Aber es wäre keine Basis für gute Gespräche, wenn die Grünen nur ein Regierungsmitglied stellen würden. Hier lasse ich sicher nicht die Muskeln spielen. Für mich steht fest, dass die ÖVP sechs Regierungsmitglieder stellt und der Koalitionspartner zwei.

Das Interview führte Peter Nindler