Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.05.2018


Osttirol

Bahnhof Sillian wird runderneuert

Ein neuer Bahnhofsvorplatz, eine Park-&-Ride-Anlage, eine Unterführung und nur noch zwei statt sechs Eisenbahnkreuzungen: Das alles umfasst das 17 Millionen Euro teure Projekt rund um den Sillianer Bahnhof.

© OblasserBeim Bahnhofsumbau war der Sillianer Gemeinderat einer Meinung. Das traf nicht auf alle Tagesordnungspunkte zu. Foto: Oblasser



Von Catharina Oblasser

Sillian – Bis zum Jahr 2020 werden die Baufirmen in Sillian viel zu tun haben. Auf dem Programm stehen Um- und Neubauten sowie Modernisierungen und Abrisse rund um den Bahnhof und an den Gleisanlagen. Die Sillianer Gemeinderäte gaben am Mittwochabend grünes Licht für das Projekt, das die Amtskasse bis 2023 mit mehr als 1,3 Millionen Euro belasten wird. Insgesamt kosten die Arbeiten sogar über 17 Millionen Euro. Da es sich um Bahninfrastruktur handelt, übernehmen die ÖBB den Löwenanteil. Das Land steuert laut Bürgermeister Hermann Mitteregger etwa 3,6 Millionen Euro bei.

Was ändert sich konkret in den nächsten zwei Jahren? Das Projekt umfasst fünf Bauabschnitte, führt Mitter­egger aus. „Der erste Schritt, nämlich die Verlegung der Haltestelle Weitlanbrunn, ist schon geschehen. Nun steigen die Fahrgäste 350 Meter weiter östlich, beim Hotel Weitlanbrunn, ein.“ Ein weiterer Bauabschnitt betrifft die Eisenbahnkreuzungen. Von sechs Kreuzungen werden vier – zwei in Arnbach und zwei beim Bahnhof Sillian – aufgelassen. Die verbleibenden zwei – bei den Asthöfen und Richtung Wichtelpark – werden saniert.

Die Abschnitte drei bis fünf betreffen das unmittelbare Bahnhofsareal. „Das Gebäude selbst bleibt bestehen, wird aber umgebaut. Und davor entstehen 35 Park-&-Ride-Plätze“, informiert der Bürgermeister. Außerdem wird eine Unterführung unter dem Gleiskörper gebaut, damit Fußgänger und auch zukünftige Skischaukel-Gäste gefahrlos unter dem Bahnhof durchkommen.

Der größte Brocken ist freilich eine neue Straße mit Gehsteig, die über eine stattliche Brücke die Gleise überquert. Damit wird das Sil­lianer Gewerbegebiet besser erschlossen, die Wartezeit bei den Bahnschranken fällt weg. Auch das Aquädukt des Stänkerbaches wird entfernt.