Letztes Update am Mo, 07.05.2018 09:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Wahl

Neo-Bürgermeister Willi: “Nach Hochzeit zweitbestes Gefühl“

Überwältigt zeigte sich Georg Willi nach der Wahl zum Innsbrucker Bürgermeister – nur die geringe Wahlbeteiligung schmerzt ihn.

© APA/EXPA/GroderStrahlender Sieger: Georg Willi ließ sich nach gewonnener Wahl im Treibhaus ordentlich feiern.



Bürgermeister Georg Willi, wie klingt das?

Willi: Neu und ungewohnt. Ich muss mich erst daran gewöhnen und das alles realisieren. Ich bin froh und überwältigt. Nach meiner Hochzeit ist das wohl das zweitbeste Gefühl. In den vergangenen zwei Wochen ist etwas entstanden, was ich nicht geglaubt habe.

Sie wollen ab Dienstag sondieren und dann rasch eine stabile Koalition. Was hat der neue Bürgermeister sonst geplant?

Willi: An meinem ersten Tag im Amt möchte ich Bildungseinrichtungen in der Stadt besuchen, weil ich die so wichtig für unsere Zukunft halte. Am zweiten Tag möchte ich alle Nachbarbürgermeister besuchen und mir in einem dritten Schritt dann einen Überblick über die Stadtfinanzen machen.

Soll der Stadtsenat in Zukunft auch weiterhin sieben Mitglieder haben?

Willi: Das ist eigentlich schon jene Größe, die wir bevorzugen. Vielleicht gibt es aber die Notwendigkeit, die Zahl zu erhöhen. Wir werden schauen, ob wir die Möglichkeit zu der gesetzlich möglichen Erhöhung nutzen.

Die Wahlbeteiligung ist noch einmal gesunken. Hat ein Bürgermeister so ein Legitimationsproblem?

Willi: Mit der Wahlbeteiligung geht es mir natürlich nicht gut. Aber natürlich bin ich durch das Wahlergebnis legitimierter Bürgermeister. Ich möchte aber schnell durch Bürgerbeteiligung klarmachen, dass es gerade auf kommunaler Ebene auch anders geht.

Das Interview führte Marco Witting