Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 17.05.2018


Bezirk Kufstein

Kramsach fehlt ein Zentrum

Seit einem Jahr wird an einer Gemeindeentwicklung in Kramsach gearbeitet. Das Interesse daran ist groß.

© ZwicknaglWalter Peer von Communalp (links), Diana Ortner von der Abteilung Dorferneuerung und Kramsachs BM Bernhard Zisterer.Foto: Zwicknagll



Von Walter Zwicknagl

Kramsach – Wie sich die Kramsacher ihre Heimatgemeinde künftig vorstellen, deponierten sie schon im Vorjahr bei einem Bürgerbeteiligungsprozess zur Gemeindeentwicklung. „Das Interesse war hoch. Schließlich sind mehr als 1000 Einzelmeldungen eingegangen, die nun zu zehn Projekten gebündelt wurden“, berichtete Bürgermeister Bernhard Zisterer bei einer Informationsveranstaltung, bei der es um das bauliche Entwicklungskonzept ging. Dorfplatz und Gemeindezentrum, ein Schulzentrum, junges und betreutes Wohnen, ein Veranstaltungszentrum, ein Sportzentrum und Betriebsansiedelungen wurden im Arbeitskatalog nicht nur einmal genannt.

„Wir nehmen alle Infos aus der Bevölkerung ernst“, unterstrich Walter Peer von der Beraterfirma Communalp. Man baue keine Luftschlösser und schließlich sei auch nicht alles umsetzbar, meinte er, als er von den „Daseinsgrundfunktionen“ sprach. Nicht nur einmal tauchte die Frage auf, wo eigentlich das Ortszentrum in der Gemeinde mit zwei Kirchen sei.

Mit an Bord ist jetzt auch Diana Ortner von der Abteilung Dorferneuerung, die mit den Architekten Rainer Köberl, Helmut Reitter und Johannes Wiesflecker am Entwicklungskonzept arbeitet. „Wir müssen die Projekte auf eine Zeitachse legen“, sagte Walter Peer. Je besser der Plan, umso größer sei die finanzielle Unterstützung durch das Land für notwendige Projekte.

Von einem Schulzentrum war ebenfalls mehrmals die Rede. „Früher hatte die Landesmusikschule 200 Schüler, heute sind es 800“, schilderte Gerhard Guggenbichler als Leiter der Landesmusikschule die Situation. Und Volksschuldirektorin Heidi Huber berichtete ebenso von Raumknappheit im Gebäude, das seit 90 Jahren besteht.

Eine Planungswerkstätte mit den drei Architekten wird es am 28. und 29. Mai von 16 bis 19 Uhr im Gemeindesaal geben, wie BM Zisterer verriet. Damit bleibe der Bürgerbeteiligungsprozess in Schwung.




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