Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 23.05.2018


Landespolitik

Obsteig arbeitet an Entwicklung

Die Vorprüfung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes ist positiv verlaufen.

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© Dorn



Obsteig – So einfach war es für die Gemeinde Obsteig nicht, all ihre Wünsche in der ersten Fortschreibung des Örtlichen Raumordnungskonzepts (ÖROK) zu deponieren. Vor allem die strategische Umweltprüfung brachte Probleme. „Wir sind die Inhalte mehrfach durchgegangen und haben bei den Besprechungen mit dem Land den ausdrücklichen Wunsch geäußert, diese Festlegungen zu treffen“, beschreibt Raumplaner Erich Ortner die Beharrlichkeit der Gemeinde bei den Verhandlungen mit dem Land.

Die Forstbehörde habe sich daraufhin jene Gebiete nochmals angesehen, für die zunächst ein negativer Bescheid ausgesprochen worden war. Konkret geht es um die Erweiterungsflächen für Siedlungs- und Gewerbegebiet sowie die Parkplätze bei Arzkasten: „Wir haben dem Land klargemacht, dass es notwendig ist, Bauland für junge Einheimische und Gewerbegebiet für einheimische Gewerbetreibende zu schaffen.“

Außerdem habe man den Entwurf angepasst, für den die Gemeinde nun das vollinhaltliche Okay bekommen hat, so Ortner.

Nun wird das Konzept für sechs Wochen zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt werden und in rund vier Wochen wird es zudem eine öffentliche Präsentation seines Inhalts geben. Die Bevölkerung wird dabei die Möglichkeit haben, Stellung zu nehmen und Wünsche zu äußern. Kleinere Änderungen, die dann noch eingearbeitet werden, müssen nur noch von den jeweiligen Behörden abgesegnet werden und nicht mehr das gesamte Prozedere durchlaufen, wie Ortner erklärt.

Die Fortschreibung wird nach erfolgter Prüfung und Genehmigung für zehn Jahre gelten. Der Beschluss zur Auflage des Konzepts wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. (ado)