Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.06.2018


Bezirk Schwaz

Differenzen um den Generationentreff

© ZwicknaglDas leer stehende Somweberhaus soll umgebaut werden.Foto: Zwicknagl



Im Besitz der Marktgemeinde Jenbach ist das Somweberhaus zwischen Achenseestraße und Postgasse schon lange. Und jetzt soll daraus ein barrierefreier Generationen-Treffpunkt werden, wie BM Dietmar Wallner im Gemeinderat aufzeigte. Dabei müsste auch der Vorplatz umgestaltet werden. Schließlich könne man dafür bis Ende Juni beim Land um eine außerordentliche Investitionsförderung in der Höhe von 150.000 Euro ansuchen. Nach dem Architektenwettbewerb sollte es heuer zur Einreichplanung und im nächsten Jahr zu Umbauarbeiten kommen.

„Kosten von 600.000 Euro sind heftig. Ich warne vor einem Schnellschuss", meinte der fraktionslose GR Martin Unterleitner. „Da will man eine alte Hütte aufmotzen", sagte GR Norbert Rainer (FP). Das sei keine Ruckzuck-Aktion, sondern eine gute Lösung, aber nicht mit normalem Häuslbau vergleichbar, konterte GR Reinhard Macht (VP). Ein Informationsdefizit ortete Daniela Heiß (SP). „Der Ansatz war ja immer die Erhaltung des Hauses", stellte VBM Bernhard Stöhr (VP) fest. Schließlich wurde dieser Punkt von der Tagesordnung abgesetzt. Von Bauarbeiten in der Höhe von 300.000 Euro war dann für den Waldweg (Zeisleck), dem letzten nicht asphaltierten Weg, die Rede.

Von der Einstellung verschiedener Verfahren gegen Bauamtsleiter Christian Wirtenberger berichtete der Gemeindechef. „Ich hoffe, dass mit dem Anzeige-Unwesen endlich Schluss ist", stellte BM Wallner fest. In die gleiche Kerbe stieß Daniela Heiß. „Man müsste auch Datenlecks schließen", meinte GR Rainer. (zw)