Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.06.2018


Tirol

Vertragsraumordnung: Die Widmungs-Gewinner in Tirol

Die Vertragsraumordnung in Tirol treibt mitunter seltsame Blüten. In Fieberbrunn hat der Bürgermeister selbst gekauft, in Götzens wurde ein Grundstück um 800 Euro versteigert.

© OblasserMit der Vertragsraumordnung werden eigentlich Pflöcke für günstigen Wohnraum eingeschlagen.Symbolfoto: Böhm



Innsbruck – Die Versteigerung des von der Gemeinde Götzens günstig angekauften Grundstückes um den vierfachen Preis sorgt für Unmut. Vor allem bei der Liste Fritz und der FPÖ. LA Markus Sint (Liste Fritz) ist selbst Götzner Gemeinderat. „Mit diesem Deal hat sich die Gemeinde Götzens selbst als Spekulant und Preistreiber betätigt. Das ist Geschäftemacherei mit Grund und Boden der Gemeinde. Es braucht sich dann niemand wundern, wenn Grund und Boden immer teurer wird.“

Aus der Sicht von Sint widerspricht die Vorgangsweise der Bürgermeisterliste mit blauer und grüner Zustimmung dem Ziel der Vertragsraumordnung. „Nämlich leistbaren Wohnraum zu schaffen.“ Es sei nicht in Ordnung, Grundbesitzern Grund und Boden wegzunehmen und dann im Zuge einer „Wer-bietet-mehr-Auktion“ um ein Vielfaches zu verkaufen.

Trotz FPÖ-Zustimmung im Götzner Gemeinderat schüttelt FPÖ-Nationalrat Gerald Hauser den Kopf. „Das geht einfach nicht, der Sinn der Vertragsraumordnung ist ein anderer.“ Hier werde ein an sich gutes Instrument zweckentfremdet. (pn)

Versteigerungs-Deal sorgt für harsche Kritik

Die Versteigerung des von der Gemeinde Götzens günstig angekauften Grundstückes um den vierfachen Preis sorgt für Unmut. Vor allem bei der Liste Fritz und der FPÖ. LA Markus Sint (Liste Fritz) ist selbst Götzner Gemeinderat. „Mit diesem Deal hat sich die Gemeinde Götzens selbst als Spekulant und Preistreiber betätigt. Das ist Geschäftemacherei mit Grund und Boden der Gemeinde, es braucht sich dann niemand wundern, wenn Grund und Boden immer teurer wird."

Aus der Sicht von Sint widerspricht die Vorgangsweise der Bürgermeisterliste mit blauer und grüner Zustimmung dem Ziel der Vertragsraumordnung. „Nämlich leistbaren Wohnraum zu schaffen." Es sei nicht in Ordnung, Grundbesitzern Grund und Boden wegzunehmen und dann im Zuge einer „Wer-bietet-mehr-Auktion" um ein Vielfaches zu verkaufen.

Trotz FPÖ-Zustimmung im Götzner Gemeinderat schüttelt FPÖ-Nationalrat Gerald Hauser den Kopf. „Das geht einfach nicht, der Sinn der Vertragsraumordnung ist ein anderer." Hier werde ein an sich gutes Instrument zweckentfremdet. (pn)