Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 29.06.2018


Innsbruck

Kritik an Jagdvergabe, fehlender Förderung

© dpa(Symbolfoto)



Innsbruck – In der ersten Sitzung des neu formierten Kontrollausschusses hat sich dieser mit zwei großen Themenblöcken beschäftigt. Es ging einerseits um den Prüfbericht von Teilbereichen im Amt für Land- und Forstwirtschaft. Und andererseits um das Fahrradleihsystem „Stadtrad Innsbruck“.

Die Stadt Innsbruck ist im Besitz von drei Eigenjagden. Vor rund vier Jahren wollte man die Verpachtung gänzlich auf so genannte Abschusspakete ändern. Im Zusammenhang mit dem Verkauf von Abschusspaketen haben sich laut Kontrollamt Unklarheiten bei der Berechnung der Umsatzsteuer unterschiedlicher Leistungen ergeben. Die Kautionsleistung, die von den Käufern der Abschusspakete zu erbringen ist, scheint zu gering. Daher soll sich die Stadt künftig verpflichten, konsequent ein Bewirtschaftungsmodell anzuwenden – und hier sei eindeutig die Jagdpacht einfacher zu handhaben. Für den zuständigen Vize-BM Franz Gruber ist der Weg klar. „Zurück zum bewährten Modell der Verpachtung.“ Er selbst sei den Abschusspaketen stets skeptisch gegenübergestanden.

Aus einer Aussendung des Kontrollausschuss-Vorsitzenden Mesut Onay (ALI) geht auch hervor, dass sich die Stadt Innsbruck und die IVB im Jahr 2012 eine Förderung in Höhe von 237.000 Euro für die Stadtfahrräder entgehen haben lassen sollen. Laut den Berichten des Kontrollamtes seien die IVB zuständig gewesen, diese hätten aber nie eine Stellungnahme dazu abgegeben. Unklar ist, warum dies passierte. Unklar ist vorerst aber auch, ob die Förderung angesichts anderer eingeholter Förderungen überhaupt möglich gewesen wäre. Ein Vertreter der IVB soll diese Fragen jetzt dem Gemeinderat gegenüber klären. (TT)




Kommentieren


Schlagworte