Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.07.2018


Bezirk Schwaz

Jenbacher Wasser für Nachbarn

Buch will mit Jenbacher Pipeline die Trinkwasserversorgung auf sichere Beine stellen. Ab jetzt kann die Planung laufen.



Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Jenbach hilft künftig der Gemeinde Buch nach deren Wassermisere mit kostbarem und unbelastetem Nass aus. „Wir können rund zehn Sekundenliter bereitstellen. Das Übergabebauwerk, das rund 15.000 Euro kostet, bezahlt Jenbach“, stellte BM Dietmar Wallner in der Gemeinderatssitzung fest. Unter den Zuhörern war auch Buchs Bürgermeisterin Marion Wex. „Ausgenommen von der neuen Wasserversorgung ist der Ortsteil Buch, der eine eigene Wassergenossenschaft hat“, klärt die Bucher Gemeindechefin auf TT-Anfrage auf. Jetzt könne man endlich mit den Planungsarbeiten beginnen, atmet sie auf. Das Thema Wasser habe in ihrer Gemeinde oberste Priorität.

„Wir haben seit dem Bau des Brettfalltunnels auch eine Notversorgung für Strass. Da könnten wir acht Sekundenliter liefern. Das ist aber kein Dauerbezug“, sagte Wallner. Wenn alle Hähne in Jenbach geöffnet würden, brauche man 50 Sekundenliter. Und auch durch die künftigen Wasserlieferungen gebe es keine Engpässe für die Marktgemeinde. Dass sich Experten des Landes ebenfalls für eine Teilversorgung Buchs mit Jenbacher Wasser ausgesprochen hätten, erwähnte der Jenbacher Bürgermeister, ehe es den einstimmigen Beschluss im Gemeinderat gab. Nun wird ein Kostenschlüssel erarbeitet.

Mit drei Gegenstimmen – sie kamen von der FP-Fraktion – wurde auch das Projekt Somweberhaus, das schon einmal auf der Tagesordnung stand, genehmigt. Rund 600.000 Eur­o werden in das Haus, in dem auch ein Seniorentreff untergebracht wird, investiert. Dabei erwartet man sich 150.000 Euro an kommunaler Investitionsförderung. Heue­r kommt es zur Einreichplanung, gebaut werden soll im nächsten Jahr. Keine Einwände gab es bei der Umwidmung des Flächenwidmungsplanes für ein Gebäude, in dem ein­e Apotheke, eine Ordination und Büros in der Austraße errichtet werden können. Fix ist auch die Sanierung des Vorplatzes beim Feuerwehrhaus. Die Kosten: 74.000 Euro.