Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.07.2018


Bezirk Kufstein

Breitenbach muss Deponie akzeptieren

© Haun Anrainer protestieren mit Transparenten gegen die Deponie.Foto: Haun



Breitenbach – Aller Widerstand aus der Gemeindestube und Transparente der Anrainer nützen nichts: Die Gemeinde Breitenbach muss sich mit der Genehmigung für die 70.000 Kubikmeter fassende Aushubdeponie der Firma Bodner im Ortsteil Bichl abfinden (die TT berichtete). Laut Bescheid der Bezirkshauptmannschaft kann nun die Firma zehn Jahre lang Material ablagern. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so lange dauern wird, bis die Deponie voll ist, das wird wohl eher in vier bis fünf Jahren der Fall sein“, meinte der Innsbrucker Rechtsanwalt Eckart Söllner, den die Gemeinde als Unterstützung beim Genehmigungsverfahren hinzugezogen hat. Er berichtete dem Breitenbacher Gemeinderat bei dessen jüngster Sitzung über das Verfahren. „Wir haben rechtlich alles nur Mögliche getan“, so Söllner.

Von der Firma werden zwei zusätzliche Ausweichen für Lkw entlang der engen Zufahrtsstraße errichtet, die Zustimmung dafür sei von zwei Grundeigentümern bereits gegeben worden. Nach wie vor bereitet aber das Abbiegen von der Landesstraße in die Zufahrt Kopfzerbrechen. Die Firma Bodner hat zugesagt, dass alle Fahrten über die Landesstraße erfolgen, wie es bei der Sitzung hieß. „Man kann jetzt nur noch hoffen, dass es für die Anrainer einigermaßen erträglich werden wird“, meinte der Breitenbacher Bürgermeister Alois Margreiter.

In der Sitzung gab es auch Kritik am Verpächter des Grundstücks für die Deponie, FPÖ-Gemeinderat Peter Bramböck. „Ich wurde 2015 von der Firma gefragt, ob ich das Grundstück zur Verfügung stellen würde, und ich stehe zu meinem Wort“, erwiderte GR Bramböck auf Vorwürfe von anderen Gemeinderäten. (fh,wo)