Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.08.2018


Bezirk Imst

Lauter Ruf nach mehr Park&Ride

Die Junge VP Imst fordert die Aufnahme der Bahnhöfe Imst und Ötztal-Bahnhof ins Landes-Konzept.

© JVP ImstNR Dominik Schrott (l.) und GR Thomas Greuter beklagen die Parkplatznot an Bahnhöfen.Foto: JVP Imst



Imst, Ötztal-Bahnhof – „Im Konzept der zuständigen Verkehrslandesrätin fehlen wiederum die Problem-Bahnhöfe Imst und Ötztal-Bahnhof, dort ist der Mangel an Parkplätzen aufgrund der großen Einzugsgebiete aber am größten“, beklagen der Oberländer Nationalratsmandatar Dominik Schrott und der Imster Gemeinderat Thomas Greuter (beide JVP Imst). Sie fordern von Mobilitäts-Referentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne), auf den Bezirk Imst nicht zu vergessen. Immerhin haben sich Land und ÖBB in den kommenden Jahren vorgenommen, Park&Ride-Anlagen weiter auszubauen.

„Zusätzliche Auto- und Rad-Abstellplätze bei stark frequentierten Bahnhöfen sind für Pendlerinnen und Pendler, die in den Ballungszentren arbeiten, von enormer Wichtigkeit und stärken gleichzeitig den ländlichen Raum“, stellt Schrott fest. Gerade aber am Bahnhof in Imst und auch in Ötztal-Bahnhof seien bereits in den frühen Morgenstunden die meisten Parkplätze besetzt. „In Imst wird deshalb sogar direkt am Seitenrand der öffentlichen Straßen geparkt, was auch direkt die Verkehrssicherheit im Bahnhofsnahgebiet beeinträchtigt“, so Schrott. „Die Parksituation am Bahnhof in Imst wird monatlich dramatischer, es wird langsam eng“, schildert Greuter. Und: „Jetzt in den Sommermonaten, während der Urlaubszeit, ist es kein Problem zu parken, aber im Winter ist die Anlage sehr oft überlastet.“

„Auch in Ötztal-Bahnhof ist das Bild ein ähnliches“, ergänzt Schrott: „Es ereilen uns viele Beschwerden von erzürnten Bürgern, die diese Situation nicht länger hinnehmen können und wollen.“ Daher drängen die beiden nun darauf, „auch die Problem-Bahnhöfe in Imst rasch ins Konzept für zukünftige Planungen“ aufzunehmen: „Frau Felipe, die Zeit ist überreif“, so die beiden JVPler.

Felipe erklärt gegenüber der TT: „Ich bin mir der Notwendigkeit bewusst und freue mich über die zwei Mitstreiter.“ Bis zum Herbst soll eine Studie über den Bedarf fertig gestellt sein. Dass es gerade an Bahnhöfen, zu denen aus den Tälern viele Pendler kommen, eng ist, sei ihr bewusst. Allerdings müsse man auch mit Grund und Boden sparsam umgehen. (TT, pascal)




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