Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 08.08.2018


Tirol

Lkw-Transitverkehr machte auch im Juli keine Ferien

Die Transitzahlen gehen weiter durch die Decke — auch trotz zusätzlicher Fahrverbote an Reise-Samstagen.

© TT / Thomas BöhmSymbolfoto.



Innsbruck – Auch im ersten Sommerferienmonat haben die Steigerungen der Lkw-Transitzahlen über den Brenner nicht nachgelassen. Das belegen die neuesten Daten der Asfinag-Zählstelle an der Hauptmautstelle Schönberg. Derzufolge fuhren im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um exakt 14,09 Prozent mehr Lkw auf der Transitachse durch Tirol. Waren es im Juli 2017 noch 190.436 Brummis, so schnellten die Zahlen heuer auf 217.273 hoch. Damit wurde Tirol im heurigen Jahr bereits von rund 1,46 Mio. Transit-Lkw überrollt. Im Vorjahr waren es in den ersten sieben Monaten „nur“ 1,29 Mio. Lkw. Das einzig Positive an den Juli-Zahlen: Im Vergleich zum Juni (+18,63 %) sank die Zuwachsrate um knapp 4,6 Prozent. Doch das könnte wiederum auch nur der allgemeinen Urlaubszeit geschuldet sein.

Die Landesregierung steht damit weiter unter Zugzwang, den Transitverkehr einzudämmen. Bereits für die obligatorische Sitzung der Landesregierung zu Maria Himmelfahrt am 15. August hat die schwarz-grüne Landesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket angekündigt. Dieses soll nicht nur weitere Blockabfertigungen auf der Inntalautobahn bei Kufstein, sondern auch eine Überarbeitung des Nacht- wie sektoralen Fahrverbotes beinhalten. So wird eine Ausweitung auf Lkw der bislang saubersten Schadstoffklasse Euro 6 in Aussicht gestellt.

Indes zeigten sich gestern LH Günther Platter (VP) sowie LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) in einer Aussendung vom Funktionieren des bereits verschärften Wochenendfahrverbots für Transit-Lkw (erstmals nicht nur Richtung Italien, sondern auch Richtung Deutschland) zur Haupt­urlaubszeit überzeugt. So seien an den Samstagen zwischen 7. Juli und 4. August in Summe 630 Lkw am Brenner aufgrund fehlender Fahrgenehmigungen wieder zurückgewiesen worden. Das habe mögliche Verkehrskollapse verhindert. Die Regelung soll auch 2019 gelten. (mami)


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