Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 24.08.2018


Bezirk Reutte

Aktionskomitee Außerfernbahn: Mehr und schnelleres Angebot

Schwarz-Grün unterstützt grenzüberschreitendes „Aktionskomitee Außerfernbahn“.

null

© Tschol



Von Alexander Paschinger

Reutte – Das Ansinnen genießt höchste Unterstützung im Tiroler Landtag: ÖVP und Grüne haben den Antrag für ein Aktionskomitee Außerfernbahn eingebracht, im Oktober-Landtag wird er den entsprechenden Ausschüssen weitergeleitet: Demnach sollen Landesregierung und Landtag „ein länderübergreifendes politisches ,Aktionskomitee Außerfernbahn‘ mit den an der Außerfern- und Mittenwaldbahn gelegenen Gemeinden und Landkreisen zwischen Kempten und Innsbruck sowie weiteren Partnern ins Leben“ rufen, „um das Ziel einer Taktverdichtung und Beschleunigung (...) zu verfolgen“. Hinter dem Antrag steht an vorderster Front auch die Außerfernerin Sonja Ledl-Rossmann, Präsidentin des Tiroler Landtages.

„Das Verkehrsthema im Außerfern ist vielfältig“, verweist sie auf die Fernpass-Strategie ebenso wie etwa auf den Antrag der SPÖ, eine Bahntrasse vom Inntal ins Ehrwalder Becken zu prüfen. „Es geht aber auch darum, die bestehende Strecke nicht zu vergessen.“

In der Begründung des Antrages heißt es, dass es sich bei dieser Bahnstrecke „um eine grundsätzlich attraktive Streckenführung“ handle. Vielfältige Anstrengungen zur Attraktivierung „waren teils von großem Erfolg gekrönt, teils mussten auch Rückschläge hingenommen werden“. Aus Tiroler Sicht ergebe sich „die Notwendigkeit einer Beschleunigung“ zwischen Reutte und Innsbruck, die Elektrifizierung der Strecke zwischen Kempten und Reutte „bietet auch die Chance, bisher ungenutztes touristisches Potenzial zu heben“.

„Länderübergreifend soll Bewusstsein für Wichtigkeit und Attraktivität der Außerfern- und Mittenwaldbahn geschaffen werden“, heißt es im Antrag. Über dieses Aktionskomitee soll es möglich werden, „überregionale Entscheidungen in der Planung von Verkehr und Infrastruktur im Sinne der Anrainergemeinden und Anrainerregionen positiv zu beeinflussen“.

Ledl-Rossmann kann sich noch heuer die grenzüberschreitende Kontaktaufnahme vorstellen.