Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.09.2018


Osttirol

Piock übergibt Kulturspur Osttirol an Blanik

© Blassnig ChristophDer Verein Kulturspur Osttirol hat derzeit 14 Mitglieder.Foto: Kulturspur Osttirol



Der Dachverband Kulturspur Osttirol soll eine Basis für künftigen Kultur­tourismus im Bezirk bieten. Seit der Vereinsgründung am 15. Dezember 2017 war Initiator Richard Piock Obmann. Piock hat mit September Manfred Hainzl als Geschäftsführer für Aguntum und den Verein Kulturspur bestellt. Am 27. September übergibt Piock nun auch die Obmannschaft im Dachverband, und zwar an Elisabeth Blanik.

Derzeit sind 14 museale Einrichtungen in der Kulturspur organisiert. Dazu zählen etwa das Glocknerhaus Kals, das Museum in Lavant, die Eisenbahnfreunde, Burg Heinfels, Schloss Bruck, Agun­tum und das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP).

„Wir erstellen eine Kulturlandkarte von Osttirol", erklärt Richard Piock eines der nächsten Ziele. Alle Mitglieder werden darin vorgestellt sowie die jeweiligen Öffnungszeiten und Eintritte bekannt gegeben. „Weiters geht es um die Erreichung und Einhaltung von Qualitätsstandards, wie sie das österreichische Museumssiegel voraussetzt", so Piock. Entstehen solle schlussendlich ein Gedächtnisspeicher für den Bezirk, in dem alle vorhandenen Institutionen erfasst und einfach zugänglich sind. Eine Homepage ist geplant. „Damit erreichen wir gemeinsames Marketing und eine Öffentlichkeitswahrnehmung, wie sie dem Einzelnen nicht möglich wäre." In zwei Jahren soll eine Gemeinschaftsausstellung ein Thema an verschiedenen Orten aufbereiten. „Der Besucher sieht die Schau in ihrer Gesamtheit nur, wenn er alle Stationen besucht", verdeutlicht Piock das einrichtungsübergreifend­e Element, das das Netzwerk Kulturspur auszeichnen soll. Die Finanzierung des Vereines läuft derzeit über Mitgliedsbeiträge von 500 Euro und eine Leaderförderung, die nach drei Jahren auslaufen wird. (bcp)