Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 28.09.2018


Exklusiv

Dabei sein ist für die Bevölkerung immer öfter nicht alles

Infrastrukturprojekte oder die Bewerbung für Groß-Events stoßen zunehmend auf Bürgerproteste. In Tirol und anderswo. Trotzdem geben Projektwerber statt ein Prozent nur 0,1 Prozent für Kommunikation aus.

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© Thomas Boehm / TT



Von Anita Heubacher

Innsbruck – Draußen in der Innsbrucker Innenstadt spielte sich gerade die Rad-WM ab, als drinnen beim Impulsforum „ibet“ über die Sinnhaftigkeit von Groß-Events debattiert wurde. Der volkswirtschaftliche Nutzen von Groß-Events à la Olympia oder Weltmeisterschaften werde von den Projektwerbern überbewertet oder überhöht dargestellt, erklärte Richard Adam. Der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschafter ist Tourismusexperte und leitete die Olympia-Bewerbungsgesellschaft München 2018. Damit schaffte es Adam weiter als die Olympia-Befürworter in Innsbruck. Während in Tirol die Bevölkerung keine Bewerbung wollte, reichte München seine für Winterspiele 2018 ein. Der Traum von Olympia scheiterte nicht an der Volksbefragung, sondern am südkoreanischen Pyeongchang.

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