Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 14.10.2018


Landespolitik

Kals bindet Bürger in den Dialog ein

Landleben ist in, aber Gemeinden müssen attraktive Angebote für Heimkehrer bieten und kreative Köpfe offen empfangen.

© kalsDie Osttiroler Gemeinde Kals arbeitet aktiv gegen den Bevölkerungsschwund. Wichtige Themen werden auch mit den anderen „Zukunftsorten“ Österreichs diskutiert.Fotos: Gemeinde Kals, Neumayr



Kals – Die Nationalparkgemeinde Kals am Großglockner hat den Bevölkerungsschwund „schmerzhaft gespürt“, sagt Bürgermeisterin Erika Rogl. Die Zahl der Neugeborenen ging zurück, junge Menschen sind in die Städte abgewandert. Die Gemeinde war gefordert und hat einen zukunftsorientierten Weg eingeschlagen: Kals ist eine von zwölf innovativen Gemeinden, die sich österreichweit als „Zukunftsorte“ zusammengeschlossen haben. Letzten Monat wurde z. B. in einer Tagung über die Wiederbelebung von leeren Ortskernen gesprochen. Im Bildungszentrum Kals wurde die Kinderbetreuung von eineinhalb Jahren bis 14 Jahre (Krabbelstube bis Mittelschule) an einem Ort gebündelt. Gesetzt wird auf leistbares Wohnen und intakte Natur. Wichtig ist für Rogl auch die Vielfalt an Vereinen und Institutionen, von der Musikkapelle bis zum Mühlenverein: „Hier fühlen sich die Menschen gefragt und aufgehoben.“ Die Bürgermeisterin setzt zudem stark auf Bürgerbeteiligung. „Das bedeutet natürlich auch für mich mehr Arbeit, aber der Mehrwert ist riesig, wenn sich die Bevölkerung mit Entscheidungen identifiziert. Und man muss ja von den jungen Menschen erfahren, was sie von uns brauchen, um hierzubleiben.“ (wa)

Kals bindet Bürger in den Dialog ein

Die Nationalparkgemeinde Kals am Großglockner hat den Bevölkerungsschwund „schmerzhaft gespürt", sagt Bürgermeisterin Erika Rogl. Die Zahl der Neugeborenen ging zurück, junge Menschen sind in die Städte abgewandert. Die Gemeinde war gefordert und hat einen zukunftsorientierten Weg eingeschlagen: Kals ist eine von zwölf innovativen Gemeinden, die sich österreichweit als „Zukunftsorte" zusammengeschlossen haben. Letzten Monat wurde z. B. in einer Tagung über die Wiederbelebung von leeren Ortskernen gesprochen. Im Bildungszentrum Kals wurde die Kinderbetreuung von eineinhalb Jahren bis 14 Jahre (Krabbelstube bis Mittelschule) an einem Ort gebündelt. Gesetzt wird auf leistbares Wohnen und intakte Natur. Wichtig ist für Rogl auch die Vielfalt an Vereinen und Institutionen, von der Musikkapelle bis zum Mühlenverein: „Hier fühlen sich die Menschen gefragt und aufgehoben." Die Bürgermeisterin setzt zudem stark auf Bürgerbeteiligung. „Das bedeutet natürlich auch für mich mehr Arbeit, aber der Mehrwert ist riesig, wenn sich die Bevölkerung mit Entscheidungen identifiziert. Und man muss ja von den jungen Menschen erfahren, was sie von uns brauchen, um hierzubleiben." (wa)